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24.10.1997 - 

Satire

CW-Wert

Viele Anwender halten Hacker und Viren für die Geisel des Internet-Zeitalters. Leider übersehen sie dabei aber die nützlichen Seiten dieser Plagen. Nein, gemeint sind nicht die einträglichen Geschäfte, die sich mit Firewalls und Antivirensoftware machen lassen. Daß gerade letztere in bestimmten Fällen nicht helfen kann, bewies kürzlich der Sohn eines ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten. Als Mitglied einer von Skandalen gebeutelten Volkspartei ist er Zielscheibe staatsanwältlicher Untersuchungen wegen Verdachts auf Steuerbetrug. Just als er auf wundersame Weise Wind von einer bevorstehenden Durchsuchung bekam, attackierte ein bösartiges Virus seinen Laptop in voller Härte. Was blieb dem bedauernswerten Opfer skrupelloser Programmierer da anderes übrig, als das Virus samt allen Daten, die sich auf der Festplatte befanden, durch deren Neuformatierung mit Putz und Stingel zu vernichten? Dabei leistete der gelernte Anwalt so gründliche Arbeit, daß selbst im Auftrag des Staatsanwalts aktive Spezialfirmen keine Spur der gelöschten Daten entdecken konnten. Als gewitzter Anwender vermied der Jurist es natürlich, die verseuchten Daten zu sichern und dem Virus eine neue Chance zu geben. Ein Schelm, wer hier an einen bloßen Vorwand denkt: Als Beweis für den Virenbefall fanden die Ermittler eine infizierte Diskette im Laufwerk des Rechners.