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16.08.1996

CW-Wert

Siemens-Forscher Christoph Maggionis wird als derjenige in die Geschichte eingehen, der uns PC-Benutzer befreite. Von Monitor, Tastatur und Maus erlöst, lehnen wir uns zurück und genießen endlich wieder den Ausblick: Die neue Frisur steht der Kollegin doch prächtig! Und Rolf hat tatsächlich abgenommen. Fallen nicht bereits die Blätter von den Bäumen?

Draußen jedoch, vor den Toren der Stadt, dümpeln seit dem August 1996 die strahlungsarmen Schreibtischbesetzer zu Tausenden in den Recyclinghöfen. Was gestern noch als 20-Zoll-Monitor Prestige und Image steigerte, liegt achtlos weggeworfen im Dreck. Was ist geschehen? Der gute Maggionis verknüpfte Projektor, Kamera und Software zur virtuellen Rechnerperipherie. Den Bildschirmarbeitsplatz verlegte er horizontal auf den Schreibtisch, wo der Arbeitende auf frisch polierter Platte seine Eingaben macht. Sollte in Zukunft also der Chef auf die Mahagoniplatte trommeln, so ist er vielleicht gar nicht ungeduldig, sondern konversiert digital mit einem Geschäftsfreund.

Die Auswirkungen der Erfindung sind enorm: Kein Ärger mehr mit kaputten öffentlichen Telefonen, da einem die Wählscheibe projiziert zu Füßen liegt, das teure Equipment aber vandalensicher in der Decke vertäut ist. Wollen wir am Bahnsteig eine Streifenkarte, stellen wir die Koffer nicht ab, sondern treten einfach mit dem Fuß auf das Lichtmenü. Die Vollendung ist erreicht, wenn Videobeamer und Kamera hoch aufgehängt im Orbit auf uns niederstrahlen.