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18.10.1996 - 

Satire

CW-Wert

Das schönste automatische Bremssystem im Auto nützt wenig, wenn ein Marder die Leitungen angeknabbert hat. Und genauso wenig nützen die tollsten USVs, Firewalls und sonstigen Sicherheitsvorrichtungen, wenn sich Ratten an zentraler Stelle einer Stromversorgung zu schaffen machen. Solch leidvolle Erfahrungen mußten zahlreiche Universitäten und Firmen machen, nachdem sich am 10. Oktober zwei der possierlichen und bekanntermaßen hochintelligenten Nager ihren Weg in einen Schaltschrank der kalifornischen Stanford University gebahnt hatten. Die Tierchen, die laut dem Energiebeauftragten Robert Reid "gegrillt und tot" aufgefunden wurden, verursachten einen weiträumigen Stromausfall, der erst nach 20 Stunden behoben werden konnte. Dieser hatte unvorhergesehene Folgen für den Internet-Zugang in der Region: Die Universität in Berkeley mit rund 50000 E-Mail-Nutzern war ebenso stillgelegt wie der Campus in Stanford selbst, auf dem Zehntausende Professoren und Studenten plötzlich ohne Internet-Verbindung dasaßen. Es war aber nicht allein der universitäre Bereich betroffen. Firmen in der Umgebung, darunter Apple Computer und Sun Microsystems, sowie Zeitungen wie die "Los Angeles Times" und der "San Francisco Chronicle" (dem wir die Nachricht im übrigen verdanken) verloren ebenfalls ihre Online-Zugänge zum Netz der Netze, weil sich ein Server des Providers BBN Planet auf dem Stanford-Areal befand. Es ist schon rattenscharf, wie unsicher das Internet ist.