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14.01.2016 - 

Bei Lieferung an AfD-Fraktion

Cyberport sorgt mit politischen Statement für Aufsehen

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Ein Versandhändler, der einem politisch zweifelhaften Kunden seine Meinung sagt? Wäre eigentlich angenehm unkonventionell. Doch von den klaren Worten auf einer Lieferung an die Thüringer AfD-Fraktion hat sich Cyberport bereits distanziert.
Ein nicht ganz dem Wunsch des Empfängers entsprechendes Adressetikett sorgt bei Cyberport für Aufregung
Ein nicht ganz dem Wunsch des Empfängers entsprechendes Adressetikett sorgt bei Cyberport für Aufregung
Foto: Screenshot mopo24.de

"NAZIS RAUS!" stand in großen Druckbuchstaben neben dem Empfängernamen auf einem Paket, das der Dresdner Elektronikversender Cyberport an die AfD-Fraktion im thüringischen Landtag lieferte. Eine solche Meinungsäußerung auf dem Adressetikett eines Versandhändlers ist zwar unüblich, könnte Cyberport aber durchaus Sympathien in breiten Kreisen bescheren - schließlich ist die Thüringer AfD vor allem durch ihren Landesvorsitzenden Björn Höcke (der Mann mit dem Deutschland-Fähnchen bei Günther Jauch) bekanntgeworden.

Wie die Dresdner Morgenpost berichtet, sorgte der ungewöhnliche Adresszusatz bei der AfD jedoch sogleich für einen Eklat. Stefan Möller, neben Höcke Co-Landesvorsitzender der Thüringer AfD, sagte der Zeitung: "Wir bewerten den Aufdruck ,Nazis raus!‘ ebenso wie unser betroffener Lieferant als inakzeptable Provokation und Beleidigung der Abgeordneten und Angestellten unserer Fraktion." Die AfD-Fraktion habe bei Cyberport Waren im Wert von mehr als 2500 Euro bestellt und diese auch im Voraus bezahlt.

Versandhändler stellt Strafanzeige

In der Tat distanzierte sich Cyberport sogleich umfassend von dem Vorfall. Das Unternehmen geht von einer Manipulierung des Adresslabels aus und sucht nun im eigenen Haus nach dem Schuldigen. "Der Vorfall wird derzeit umfangreich geprüft und erste Anpassungen für den zusätzlichen Schutz der Systemprozesse vor Manipulationen wurden vorgenommen. Auch haben wir Strafanzeige bei der Polizei gestellt", berichtet Cyberport-Sprecherin Alexandra Wünsche gegenüber der Morgenpost.

Gegenüber der AfD wartete der Versandhändler zudem mit einer Entschuldigung auf: "Wir bedauern den Vorfall zutiefst, haben dem Kunden bereits eine Stellungnahme zugesendet und uns in aller Form entschuldigt", so die Cyberport-Sprecherin. Ob es dem Image des Elektronikversenders förderlich ist? Zwar ist Cyberport in der Pegida-Heimatstadt Dresden zuhause, doch deutschlandweit sind es laut dem letzten Politbarometer vom Dezember 2015 immerhin noch 91 Prozent der Wähler, die ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel nicht der AfD schenken würden... (mh)

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Bernd Hagemann

@ Sonstige Mitteilungen
Der Eine versteht es, der Andere eben nicht. Zu welcher Gruppe Sie gehören belegen die versuchten Unterstellungen und Beleidigungen. Nur so viel: Hinsichtlich der Beleidigungen bleibt es beim Versuch. Das habe ich von anderen Rechten schon besser erlebt! Strengen Sie sich mal ein wenig an!

Die Diskussion darüber, wer etwas nicht versteht oder nicht, ist müßig. Nur: Wenn Sie jedes Mal, wenn Ihnen ein Kommentar nicht passt, Sie intellektuell überfordert sind oder ganz einfach nicht Ihre Meinung darstellt wird, den Absender versuchen zu beleidigen, wird Ihre Party wohl eher im Keller vor dem Spiegel stattfinden, damit Sie überhaupt jemanden haben, der Ihnen auf die Schulter klopft. Deshalb: Viel Spaß weiterhin auf Ihren "volksmündischen" Partys! und Grüße von jemandem, der auch so einem kleinen Wort wie "Neo" die Bedeutung nicht absprechen will, nur weil es dann vermeintlich einen Grund für schlechtes Benehmen gibt.

Sonstige Mitteilungen

Großer Gott, Sie müssen Spaß machen auf Partys. Es möchte hier niemand Ihren pseudointellektuellen Auswurf kritisieren. Es dürfte nur jeder ihren anstrengenden Diskussionstypen erkannt haben ("jeder kennt so jemanden") und möchte sich nun nicht drauf einlassen.
Soviel sei aber gesagt: Schließen Sie doch nicht bei Gegenwind gleich auf die politische Einordnung des Absenders. Aus meiner Sicht hat er Recht: Die Aussage mit den Nazis war klar und "Nazis" im modernen Sprachgebrauch ist eine klare Anspielung an die Nationalsozialisten. Auf dem kleinen Wörtchen Neo wird häufig von klugscheißenden Korinthenkackern wie Ihnen herumgeritten, die volksmündische Redarten nicht akzeptieren, weil sie und ihr Wissen _den Mittelpunkt_ darstellen.

Bernd Hagemann

Wenn die Argumente fehlen, kommen die Beleidigungen. Was für ein hohes geistiges Niveau! (Ironie) Die Frage ist nur; wer hat etwas nicht verstanden? Sie oder ich? Da sind wir offensichtlich unterschiedlicher Auffassung. Aber einem selbsternannten Kaiser werde ich nicht widersprechen. Denn es ist ja bekannt, dass Kaiser keine anderen Auffassungen als die eigene tolerieren. Insofern passen Sie offensichtlich gut zusammen: Sie und die AfD. Die sind auch bekannt dafür, dass sie "Andersdenkende" eher beleidigen und/oder angreifen.

Hans Landa

Genial.

motomaxe

Der Artikel ist schon alt. Jetzt nur noch 88% der Wähler machen ihr Kreuz bei den Altparteien, und täglich werden es weniger. Um sich zu retten, werden die Etablierten wohl bald zur bewährten SED-Methode der Wahlfälschung greifen.

George Andre

Faschisten bezeichnen gerne Andersdenkende als Nazis.
Wetten dass derjenige der den Stempel gesetzt hat, bei den Linken oder Grünen ist? Faschisten eben...

Kaiser Barbarossa

viel Bla bla um wenig Substanz mitzuteilen. Neo oder nicht ist eine klare Botschaft, die sie aber sicher nicht begriffen haben

Gast

Der Geschäftsführung von Cyberport sollte bekannt sein, wer die Adresse bei der Auftragsanlage im CRM mit dem Adresszusatz versehen hat. Selbst der verantwortliche Leiter hatte davon Kenntnis. Dann eine Anzeige gegen Unbekannt zu stellen zeigt die Einstellung der Firma.

Vollka Racho

Wieso genau?
Wegen dieser dummen Entschuldigung?
Finde ich auch echt schwach von Cyberport. Deswegen allerdings direkt klagen, finde ich etwas übertrieben.

Bernd Hagemann

Interessant! Mitglied bei der AfD? Dann verstehe ich die Reaktion.
Allerdings gibt es graduelle Unterschiede in den beiden Postings. Während in meinem Posting eine Korrektur einer Aussage auf der Basis einer Sprachanalyse in Kombination mit einer historischen Einordnung durchgeführt wurde, (Ziel war es den AfD-Leuten mitzuteilen: Sie müssen sich bei der Aussage "NAZIS RAUS" nicht unbedingt angesprochen fühlen, es sei denn, Sie wollen das.) ist Ihr Posting der Versuch, zu beleidigen. Das klappt jedoch nicht. Getreu dem Motto: "Was kümmert es die Eiche, wenn sich ein Schwein an ihr schuppert?" (bitte Analogie beachten und nicht schon wieder die Worte isoliert betrachten!) Man könnte es auch so ausdrücken: "Was kümmert es den Mond, wenn ihn ein Wolf anheult?" oder ganz einfach: "Viel Feind - viel Ehr!"
In diesem Sinne: Schönen Tag noch!

Frank Schmitt

Dann schreibe ich "Bernd Hagemann ist ein dummes Arschloch." Was? Der Bernd ist kein dummes Arschloch, dann braucht sich Bernd auch nicht angesprochen zu fühlen.

Bernd Hagemann

Interessante Reaktion der AfD! Bei dem Claim "NAZIS RAUS" fühlen die Damen und Herren Abgeordneten sich also angesprochen. Dabei wird der Spruch denen doch gar nicht gerecht. Das sind keine Nazis, so alt sind die doch noch gar nicht. Wenn überhaupt, dann wären das ja Neo-Nazis. Dann müsste der Aufdruck auch korrekt lauten: Neo-Nazis raus! Und das stand aber nicht auf dem Aufkleber. Also: Weshalb fühlen sich die AfD-Leute angesprochen?

Gringo Mueller

Firma boykottieren und verklagen

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