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Bei Technologieentwicklung knapp hinter Intel


08.11.1996 - 

Cyrix-President Jerry Rogers trotz Verlusten verhalten optimistisch

Rogers kommentierte die Geschäftszahlen damit, Cyrix gelte eben unglücklicherweise als Unternehmen, das keine Intel-Technologie produziere - ein kleiner Seitenhieb gegen das monopolistische Gebaren des CPU-Marktführers.

Die Entwicklungsarbeiten für die MMX-Technologie (MMX = Multimedia Extension), die in dem künftigen "M2"-Chip implementiert wird, schritten zügig voran. Diesbezüglich hinke man nur mehr ein Quartal hinter Intel her.

Der Cyrix-CEO teilte ferner mit, daß man an einem NC-ähnlichen Produkt arbeite, dessen Produktionskosten um rund 100 Dollar billiger sein sollen als bei vergleichbaren Erzeugnissen der Konkurrenz. Gedacht sei es für den Heimanwender.

Außerdem arbeitet Cyrix laut Rogers mit Firmen zusammen, die Boards für Fernsehgeräte entwickeln. Diese Karten seien unter anderem mit Modems ausgestattet, um über das TV-Gerät Zugang beispielsweise zum Internet zu bekommen.

Zur Kooperation mit der IBM - Big Blue fertigt für Cyrix deren "686"-CPUs und hat das Recht, diese zu vertreiben und in unbegrenzter Stückzahl selbst zu nutzen - sagte Rogers, die Verkaufsplanung für die Prozessoren seien so aggressiv gewesen, daß man nun mit einem Überangebot zu kämpfen habe.

Das dritte Vierteljahr endete für Cyrix mit 33,1 Millionen Dollar Umsatz, rund vier Millionen Dollar mehr als im vorhergehenden Quartal. Gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres mit einem Umsatz von 53,5 Millionen Dollar errechnet sich allerdings ein Rückgang um 38 Prozent. Zudem mußte das Unternehmen einen Nettoverlust von 6,9 Millionen Dollar oder 0,36 Dollar pro Aktie verbuchen. Vor einem Jahr konnte Cyrix sich noch über einen Gewinn im dritten Quartal von sechs Millionen Dollar freuen.

In den ersten neun Monaten des Fiskaljahres 1996 erzielte Cyrix einen Umsatz von 111,8 Millionen Dollar. Im Vorjahr waren dies noch 189 Millionen Dollar gewesen. Auch bei Gewinn und Verlust sah es eher betrüblich aus: Konnte das Unternehmen in den ersten neun Monaten des Vorjahres noch 25,5 Millionen Dollar Nettoüberschuß bilanzieren, steht man heuer nach einem Dreivierteljahr mit 21,4 Millionen Dollar in den roten Zahlen.