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28.07.2005

Cytel verbindet ISDN und VoIP

Eine sanfte Migration zu VoIP verspricht die Mannheimer Cytel Software GmbH mit ihrer Lösung.
Keine Inselbindung: Bei der VoIP-Lösung von Cytel wird ISDN in die IP-Umgebung integriert.
Keine Inselbindung: Bei der VoIP-Lösung von Cytel wird ISDN in die IP-Umgebung integriert.

Viele Entscheider stehen vor einem Dilemma: Sie sind zwar von den Vorzügen einer VoIP-Lösung überzeugt, doch die Investitionskosten für einen kompletten Umstieg übersteigen das Budget. Häufig wurde deshalb VoIP schrittweise zuerst in Inseln eingeführt. Eine Vorgehensweise, die jedoch etliche Anwender enttäuschte, denn die erhofften Synergieeffekte aus der Konvergenz von IT- und TK-Welt traten nicht ein. Oft war sogar das Gegenteil der Fall, wenn an den VoIP- und TK-Arbeitsplätzen unterschiedliche Telefoniefunktionen zur Verfügung standen.

Hier lesen Sie …

• wie eine sanfte Migration zu VoIP aussehen kann;

• wie der Mannheimer Mittelständler Cytel eine flexible VoIP-Lösung auf Windows-Basis realisiert;

• welche Funktionen die Cytel.IBX offeriert.

Mehr zum Thema

www.computerwoche.de/go/

*78896: VoIP erobert Unternehmensnetze;

*78239: Fehler in Ciscos VoIP-Software;

*78076: VoIP-Notruflösung;

*77019: Quelloffenes VoIP von Pingtel;

*76864: Blackberry lernt VoIP.

Diese Klientel adressiert das im Jahr 2000 gegründete Mannheimer Unternehmen nun mit seiner "Cytel.IBX"-Lösung. Hierbei handelt es sich um eine Windows-basierende VoIP-TK-Anlage, die sowohl H.323 als auch SIP als Protokoll unterstützt. Zudem lassen sich mit der Telefonanlage Call-Center- und ACD-Funktionen (Automatic Call Distribution) verwirklichen. Einen weiteren Vorteil des eigenen Ansatzes sieht man bei Cytel darin, dass der Anwender bei der Wahl der Endgeräte frei ist. Er ist also nicht mehr auf die meist teuren Systemtelefone eines Anlagenherstellers angewiesen, sondern kann auch auf eines der preiswerteren IP-Tischtelefone zurückgreifen. Es muss lediglich zu den Standards H.323 oder SIP kompatibel sein.

Ebenso frei ist der User bei der Wahl der Line-Interfaces zur Anbindung der VoIP-Anlage an das klassische Telefonnetz. Hier können von der einfachen, eher für den Consumer konzipierten AVM-Fritz-Card bis hin zu den teureren, für den professionellen Einsatz gedachten Eicon-Diva-Produkten verschiedene ISDN-Karten benutzt werden. Allerdings gibt es Einschränkungen: Nicht mit jeder ISDN-Karte sind alle Funktionen der Cytel.IBX nutzbar. So unterstützt beispielsweise die einfache Fritz-Card nicht die Echo-Unterdrückung für VoIP. Dennoch schlug sich die Karte laut Cytel in Tests wacker. Ob der Anwender auf solche Features verzichten kann, dürfte vom jeweiligen Einsatzszenario abhängen, wie etwa einer geplanten VoIP-Nutzung im WLAN. Zumindest die Anlage selbst verfügt hierzu über die entsprechenden Sprachcodecs und Echo-Unterdrückungs-Routinen. Abgesehen von den technischen Features ist Geschäftsführerin Gabriele Jäkel vor allem die flexiblen Einsatzmöglichkeiten stolz. So kann die IBX als reineVoIP-Anlage mit einem Gateway zum klassischen Telefonnetz genutzt werden oder auch zur standortübergreifenden Anlagenvernetzung mit VoIP.

Zudem eröffnet sie die Möglichkeit zur bereits angesprochenen sanften Migration von ISDN zu VoIP. In diesem Fall bedient die IBX via LAN die IP-Telefone, während eine bereits vorhandene ISDN-TK-Anlage per Line-Interface an das System angeschlossen ist. Laut Jäkel stehen so alle VoIP-Leistungsmerkmale wie etwa Voice-Mail an sämtlichen Arbeitsplätzen, egal ob VoIP oder ISDN, zur Verfügung. Ferner ließen sich ISDN- und VoIP-Arbeitsplätze gemeinsam in Gruppenrufe oder Warteschleifen integrieren, eine Inselbildung finde nicht statt. Stellt der Anwender später fest, dass er die klassische TK-Anlage nicht mehr benötigt, so kann er sie, wie Cytel-Managerin Jäkel ausführt, einfach abschalten, und die IBX übernimmt. (hi)