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23.04.2007

D-Link setzt auf Community

Mit einem kompleten Entwickler-Kit versucht Netzwerker D-Link, Linux-Entwickler für seine VoIP-Lösung HorstBox zu begeistern. Interessante Applikationen werde D-Link in kommende Releases aufnehmen, verspricht der Anbieter.

Von Wolfgang Leierseder

Mit dem Entwickler-Kit will D-Link dafür sorgen, dass, ähnlich wie es AVM bei der "FritzBox" seit Jahren erfolgreich demonstriert, eine Community den VoIP-Router um neue Funktionen erweitert.

D-Link bietet die komplette Entwicklungsumgebung (Version 4.01) für die hierzulande entwickelte "HorstBox Professional" als DVD-Image zum kostenlosen Downloaden an (www.horst-box.de/download). In dem Paket sind neben dem Quellcode alle Dienstprogramme und das GNU/Linux-Betriebssystem Kubuntu als Live-DVD enthalten. An neuen beziehungsweise verbesserten Funktionalitäten beinhaltet die Version 4 schnellere WLAN-Performance, WPA2 (Wi-Fi Protected Access 2), VPN sowie einen erweiterten Rufnummernplan,

Damit, so D-Link-Mann Mike Lange gegenüber ChannelPartner, können Open-Source-Entwickler sowohl Erweiterungen als auch vollständig neue Applikationen für die HorstBox Professionell programmieren. "Jetzt wird es für die Community interessant", verspricht Lange (dessen kompletter Titel Leiter Business Development, Product Marketing & Pre Sales lautet).

"Open Source ist für D-Link ein wichtiger Bestandteil unserer Produktstrategie", hatte Horst Toddenroth, Leiter des Geschäftsbereichs Advanced Products and Solutions bei D-Link Central Europe, anlässlich der Vorstellung des Entwickler-Kits gesagt. Nun erläutert Lange, dass D-Link einen Entwicklerwettbewerb plane und ferner "interessante Entwicklungen in die kommenden Versionen" einfließen sollen. Von einer Roadmap inklusive Support und systematischer Unterstützung von Systemhäusern ist aktuell nicht die Rede.

Die HorstBox Professional beinhaltet eine Telefonanlage, einen DSL-Router, ein ADSL-Modem, einen WLAN-Access-Point und einen Vier-Port-Switch sowie einen USB 2.0 Master Port. Die integrierte Soft-PBX auf Basis der Open-Source-Software Asterisk bietet den vollständigen Funktionsumfang leistungsfähiger TK-Anlagen, sodass das Gerät nicht nur in verteilten Büros eingesetzt werden kann, sondern auch in verteilten Callcentern.

Folglich will sie D-Link laut Lange nicht mehr gegenüber der FritzBox positionieren, auch wenn die Namensgebung bewusst auf diese abzielte, sondern gegenüber Produkten von Cisco, 3Com und Nortel. "Wir zielen auf mittelständische VoIP-Kunden ab", sagt der Manager. Und diese kaufen vor allem Ciscos Call Manager, aber auch 3Coms NBX- oder Nortels BCM-Lösung (Business Communications Manager).

Dass D-Link erst mehr als ein Jahr nach dem Markteintritt eine komplette Entwicklerversion anbietet, zeige, so Lange, wie konsequent man an dieser HorstBox-Version gearbeitet habe. "Jetzt ist sie technisch komplett", unterstreicht er. Im Übrigen habe sich die HorstBox in der Standardversion "durchaus zufriedenstellend" entwickelt. Unbestritten bleibe AVM mit der FritzBox Marktführer.

Nun müsse man abwarten, wann die ersten Erweiterungen zur Verfügung stehen werden und welche. Vielleicht ändert D-Link seine Strategie doch noch - in Richtung Partner und Lösungsverkauf.