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05.10.1984

Da der Auftragseingang bei Amp Inc. im laufenden Quartal hinter den früheren Erwartungen zurückzubleiben scheint, beurteilen viele Anleger die Aussichten der Aktie derzeit nicht gerade positiv. Sie schließen nämlich aus der Auftragsentwicklung auf ein ge

Da der Auftragseingang bei Amp Inc. im laufenden Quartal hinter den früheren Erwartungen zurückzubleiben scheint, beurteilen viele Anleger die Aussichten der Aktie derzeit nicht gerade positiv. Sie schließen nämlich aus der Auftragsentwicklung auf ein geringeres Unternehmenswachstum in der verbleibenden Zeit des Jahres 1984 und auch 1985. Dean Witter Reynolds teilt diese Auffassung nicht. Der Broker hält den jüngsten Auftragsrückgang lediglich für eine Korrektur hin zu einer Normalisierung der Steigerungsraten. Nach wie vor werden die Aussichten für 1985 positiv beurteilt, wenn auch die Gewinnschätzungen etwas zurückgenommen wurden. Beim derzeitigen Kursniveau wird zum Aufbau von Positionen, in diesem Titel geraten.

Die jüngste Ankündigung von IBM, daß man derzeit Übernahmeverhandlungen mit Rolm führe, hat das Brokerhaus Merrill Lynch dazu veranlaßt, die Aktie von Rolm in die Kategorie "keine Stellungnahme" einzustufen. Dabei wird darauf verwiesen, daß die Börsenbewertung der Aktie nun nicht mehr entsprechend der für sie geltenden fundamentalen Faktoren erfolge. IBM besitzt gegenwärtig eine Beteiligung von 23 Prozent an Rolm. Nach dem vorgeschlagenen Abkommen würde Rolm eine 100prozentige Tochter von IBM werden. Merrill Lynch mißt in diesen Zusammenhang besonders dem Produktbereich "Übertragungseinrichtungen" dieser Gesellschaft größere Bedeutung für die globale Geschäftspolitik von IBM bei.

Die Philips-Aktie zählt zu den holländischen Papieren, die nach Ansicht der Stadtsparkasse Köln wegen ihrer günstigen Zukunftsperspektiven und ihres noch immer niedrigen Bewertungsniveaus in Anlagenüberlegungen einbezogen werden sollten. Philips werde auch in den kommenden Jahren seine zukunftsorientierte Politik fortsetzen, die günstige Ertragsentwicklung spiegele bereits den Erfolg der neuen unternehmenspolitischen Konzeption wieder. Immerhin habe sich der Gewinn im ersten Halbjahr gegenüber dem gleichen Zeitraum 1983 mehr als verdoppelt. Die Stadtsparkasse erwartet, daß die positive Ertragslage in den beiden nächsten Jahren anhält.

Mit qualitativ hochwertigen Technologle-Aktien wird man an den bedeutendsten Börsen der Welt auch in Zukunft noch gute Anlageergebnisse erzielen können. Dies ist herrschende Ansicht unter Wertpapieranalytikern. Dennoch empfiehlt man, allgemeine konjunkturelle Aspekte jetzt besonders aufmerksam zu beobachten. Es könne nämlich sein, daß der Wirtschaftsaufschwung in den Industrieländern, ausgehend von den Vereinigten Staaten, vor einer spürbaren Dämpfung steht, die sich auch auf die Auftragslage der im technologischen Bereich tätigen Unternehmen auswirken dürfte. Erste Warnzeichen hat es bereits am amerikanischen Markt gegeben. Dabei setzte bei Aktien von Halbleiterproduzenten ein "Ausverkauf" ein, dessen Grund man in einer wesentlich geringeren Einschätzung der Unternehmensgewinne für das Jahr 1985 sieht.

Die Aktie der Industrie-Werke Karlsruhe Augsburg AG (IWKA) werden von der deutschen Gesellschaft für Anlagenberatung (Degab), einer Tochter der Deutschen Bank AG, in einer ausführlichen Analyse vorgestellt. Die Degab vertritt die Auffassung, daß die mittelfristigen Unternehmensperspektiven durchaus positiv einzuschätzen seien, da das Produktspektrum von IWKA dem Bedürfnis der Industrie nach zunehmender Fertigungsautomatisierung entgegenkomme. Allerdings werde sich in absehbarer Zeit wohl noch keine nennenswerte Besserung der Ertragslage einstellen.

Die Aktie von Advanced Micro Devices wird vom Brokerhaus Prudential-Bache beim derzeitigen Kursniveau als unterbewertet angesehen. Bereits im Jahr 1983 sind nämlich die Umsätze dieses Unternehmens mehr als doppelt so schell gewachsen wie die der gesamten Branche. Für 1984 und 1985 wird eine ähnliche Entwicklung erwartet. Advanced Micro Devices habe sich zudem eine gute Position an den Märkten für Computergrafik, Rüstungselektronik und Telekommunikation verschafft. Der Anteil am Markt für Eigenentwicklungen konnte gesteigert werden. Für 1985 rechnet der Broker daher mit einem Gewinn von 3,40 Dollar je Aktie und rät risikofreudigen Anlegern massiv zum Kauf des Titels.

Die Aktien der Deutschen Babcock AG stellt die "Vermögensberatung" der Volksbanken Raiffeisenkassen wegen ihrer starken Stellung bei der Umweltschutz-Technologie vor. Das Papier scheine sich nach den zurückliegenden schweren Jahren nun im Bereich zwischen 140/160 DM zu stabilisieren, da das Unternehmen nun die Gewinnschwelle wieder überschritten habe, meint diese Bankenorganisation.

Die Mannesmann-Aktie befindet sich wieder im Aufwind, wie die norddeutsche Landesbank Girozentrale feststellt. Das Institut hebt in seiner Betrachtung besonders den technologische Unternehmensbereich mit Hartmann + Braun (Meßgeräte) und Kienzle (EDV) sowie mit der Beteiligung von 40,8 Prozent an ANT (Nachrichtentechnik) hervor. Auf lange Sicht werde sich die Diversifikation in die Technologiesparte wohl bezahlt machen, meint die Nord/Lb. Die Bank hält die Aktie von Mannesmann trotz des jüngsten Kursanstiegs wegen ihrer günstigen mittel- und langfristigen Perspektiven noch immer für kaufenswert.

British Telecom soll im November zu 51 Prozent privatisiert werden und dadurch zwischen 3 und 4 Milliarden Pfund Sterling (11,4 bis 15,2 Milliarden DM) in die Staatskasse bringen. Wegen der bereits abgewikkelten umfangreichen Privatisierung ehemals staatlicher Unternehmen argwöhnt man in London aber, daß die Zeichnungsbereitschaft der Anleger stark abgenommen hat und daß es daher schwierig werden konnte, die Neu-Emission der Telecom-Aktien glatt unterzubringen. Aus diesem Grund wendet sich die Werbung für diese Papiere schon jetzt intensiv an die rund 16 Millionen privaten britischen Telefonteilnehmer.

Während sich die Auftragsentwicklung in der Halbleiterbranche allgemein etwas abzuschwächen scheint, kann National Semiconductor immer noch einen sehr hohen Auftragseingang verbuchen. Dies ist nach Ansicht des Brokerhauses Prudential-Bache hauptsächlich auf das starke Engagement am Markt für lineare Halbleiter zurückzuführen, wo das Angebot besonders knapp ist. Weiterhin sei positiv zu vermerken, daß bei den Gewinnspannen des Unternehmens noch Spielraum nach oben bestehe, was für die meisten anderen Halbleiterhersteller nicht mehr gelte. Für die nächsten 12 bis 18 Monate wird daher eine äußerst günstige Gewinnentwicklung erwartet, und die Aktie zum Kauf empfohlen.