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25.02.1983 - 

Bildschirmtext fordert besondere Schutzbedingungen

DAG meldet Bedenken gegen Btx an

25.02.1983

HAMBURG (pi) - Die Einführung von Bildschirmtext kann nach Auffassung der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft mittelfristig zu einem Verlust von 50 000 bis 80 000 Arbeitsplätzen im Groß- und Einzelhandel führen. Ferner sei eine große Zahl von Arbeitsplätzen bei Versicherungen, Banken und Touristikunternehmen gefährdet, weil Bestellungen, Korrespondenz und Kontenführung künftig vom Verbraucher zu Hause mit Hilfe eines entsprechend ausgerüsteten Fernsehers über globale Datennetze erledigt werden können.

Wie die DAG weiter erklärte, sie zu befürchten, daß durch Bildschirmtext auch das Ladenschlußgesetz durch die Hintertür unterlaufen werde, da "rund um die Uhr" eingekauft werden könne. Die Gewerkschaft fordere besondere Rationalisierungsschutzmaßnahmen für die betroffenen Arbeitnehmer.

Bildschirmtext erhöht nach Meinung der DAG die Gefahr, daß übertriebene Anpreisungen zur Grundlage eines unüberlegten Kaufentschlusses gemacht werden. Weitere Probleme bestünden beim Datenschutz, unerwünschter Werbung und der internationalen Vernetzung, die eine Kontrolle europäischer Anbieter auf dem deutschen Markt erschweren würde. Die DAG erwarte daher vom Gesetzgeber, dem Verbraucher bei Bestellungen über Bildschirmtext ein Vertragsauflösungsrecht zuzugestehen. Zudem dürften die Bestimmungen des Abzahlungsgesetzes bei Bestellungen über Bildschirmtext nicht ausgehöhlt werden. Der Datenschutz sei so zu gewährleisten, daß der Verbraucher die über ihn gespeicherten Daten bei den Anbietern abrufen können müsse. Sicherzustellen sei auch, daß keine Benutzerprofile aufgrund bestimmter Kaufgewohnheiten erstellt, gespeichert oder weitergegeben werden.