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30.04.1993 - 

Stuttgarter erwaegen Standorte in den neuen Bundeslaendern

Daimler-Benz-Investitionen in franzoesisches Werk noch offen

Die Fabrik in Nantes wurde 1979 von dem franzoesischen Ruestungs- sowie Elektronikkonzern Matra und der US-Gruppe Harris gebaut. Die Amerikaner zogen sich aber spaeter aus dem Projekt wieder zurueck. Daraufhin sprang die Mikroelektronik-Tochter Temic von Daimler- Benz in die Bresche - der Stuttgarter Automobilkonzern haelt einen Minderheitsanteil an Matra.

Bei dem Modernisierungs- und Ausbauprojekt geht es um Investitionen von rund einer halben Milliarde Mark. Dabei sollen im Laufe der naechsten vier Jahre zunaechst die Forschungs- und Entwicklungskapazitaeten des Werkes in Nantes erweitert werden, spaeter auch neue Fertigungslinien fuer statische Speicher, Mikroprozessoren und Mikrocontroller entstehen.

Daimler-Benz soll aber derzeit alternativ auch Standorte in den neuen Bundeslaendern pruefen. Dort koennte der Konzern Subventionen in Hoehe von 80 Prozent des Investitionswertes beantragen. In Frankreich hingegen ist der Zuschuss gesetzlich auf hoechstens 17 Prozent beschraenkt.

Fuer Nantes und Umgebung steht bei der Entscheidung einiges auf dem Spiel. Das Matra/Temic-Werk bildet einen Eckstein des oertlichen Technologieparks und stellt die groesste High-Tech-Anlage der Region neben der Fabrik von Bull im benachbarten Angers dar. Die Pariser Regierung und die Gemeinde sowie Matra selbst wollen deshalb alles daransetzen, den deutschen Partner davon zu ueberzeugen, dass eine Erweiterung vorhandener Kapazitaeten sinnvoller ist als ein Neubau auf der gruenen Wiese.

Ob bei Daimler-Benz bereits eine Entscheidung gefallen ist, war bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen.