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23.06.1989 - 

Konzentration der Informationverarbeitung operativer Holding:

Daimler plant konzerneigenes Systemhaus

23.06.1989

STUTTGART (bi) - Auch die Daimler-Benz AG wird künftig, wie jetzt aus Stuttgart bestätigt wurde, als Anbieter von Mehrwertdiensten auftreten. zunächt jedoch nur konzernweit. Als eigenes "Systemhaus", so der Arbeitstitel des Vorstandes, soll dieser vierte Bereich als operative Holding langfristig gleichrangig neben der neuen Daimler-Benz AG, der AEG und der Deutschen Aerospase stehen.

Daimler folgt damit einein Trend, der sich hierzulande beispielsweise bereits mit der Gründung der Vascom, einer 100prozentigen Tochter der Siemens AG, manifestiert hat. Dieser Anbieter vermerktet seine Mehrwertdienste jedoch sowohl innerhalb des Hauses Siemens als auch bei externen Kunden. Bei den Stuttgarter Fahrzeugbauern, die sich aufmachen, einen für bundesdeutsche, Verhältnisse gigantischen Konzern zu strukturieren, ist die Rolle der künftigen "4. Division" - wie die Wirtschaftswoche das Unternehmen betitelt. - zwar skizziert, aber in Einzelheiten noch nicht festgeschrieben. Ziellinie für eine Realisierung der Pläne ist jedoch bereits der 1. Januar 1990.

"Viel Musik scheint mit der künftigen Dienstleistungsholding verbunden zu sein: Zusammenfassung sämtlicher EDV-Aktivitäten in allen Unternehmenseinheiten des Konzerns also der gesamten Informationsverarbeitungskapazitäten (O-Ton Stuttgart), mit dem primären Ziel, deren Integration voranzutreiben und Kompatibilität herzustellen. Aber auch von Zukunftsanwendungen bei Großkunden beispielsweise in Verkehrsleitsystemen ist bereits die Rede: "Lastwagenflotten, die in ein gesamtes Informationssystem eingeklinkt werden. Erst in zweiter Linie sei mit Blick auf die externe Marktfähigkeit auch an ein neues Geschäftsfeld im Sinne eines Software- oder Systemanbieters gedacht.

Zwei Vorstände sind, so ein Pr(..)sprecher, derzeit mit dem Projek(...)faßt: von der fachlichen Seite Rudolf Hörnich und von der Personalseite her Manfred Gentz. Zirka 4000 Mitarbeiter, die in 35 Rechenzentren arbeiten, sollen Pressemeldungen zufolge in die Neugründung übernommen werden. Also werden die Mercedes-EDV-Beratungs GmbH, die Informationssysteme GmbH von MTU die Gesellschaft für elektronische Informationssysteme GmbH der AEG etc. eingebracht werden. Auch kleinere EDV-Abteilungen würden inkorporiert. Betroffen seien auch Dornier und - später folgend - dann auch MBB mit seinen Rechenzentren in München, Berlin, Hamburg und Bremen.