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05.05.1995

Daimler sucht offenbar Partner fuer CGS-Uebernahme Debis will Service-Provider im Multimedia-Sektor werden

FRANKFURT/M. (vwd) - Im Bereich Multimedia sieht die Daimler-Benz Interservices AG (Debis), Stuttgart, ihre Rolle in der Funktion eines Service-Providers, der zwischen Nutzern und Anbietern vermittelt. Das sagte der neue Finanzvorstand der Daimler-Benz AG, Manfred Gentz, vor Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Die Frage, ob Daimler die franzoesische Cap Gemini Sogeti mehrheitlich uebernehme, beantwortete der Manager ausweichend. Wie allerdings das "Manager-Magazin" erfahren haben will, sollen Partner fuer dieses Unterfangen gewonnen werden.

Die Rolle als Service-Provider koenne auch Dienstleistungen fuer Anbieter von Online-Diensten beinhalten, meinte Gentz, der den Chefsessel der Daimler-Tochter fuer Klaus Mangold geraeumt hat, nachdem er als Finanzchef ins Mutterhaus berufen wurde. Debis verstehe sich nicht als Nischen-, sondern als "anderer Anbieter" und wolle sich weder am Netzaufbau beteiligen noch Inhalte bereitstellen.

Wie Gentz weiter ausfuehrte, sieht Debis eine "riesige Nachfrage nach Software und einen entstehenden, wachsenden Bedarf an zusaetzlichen Dienstleistungsfunktionen" im Multimedia-Bereich. Als Beispiel nannte er die Gebuehrenabrechnung, die sein Haus bereits fuer Anbieter von Funktelefondiensten vornehme und die auch fuer Multimedia-Anbieter immer wichtiger werde.

Ob Daimler die 34-Prozent-Beteiligung an der Cap Gemini Sogeti SA (CGS) weiter ausbauen wird, ist offenbar noch unklar. Entscheidungsbedarf bestehe erst 1996, erklaerte Gentz. Zwar seien sich beide Seiten weiterhin sicher, gut zusammenzupassen, es seien aber noch finanzwirtschaftliche Probleme zu loesen. In diesem Zusammenhang verwies der Manager auf "hohe immaterielle Vermoegenswerte, die groesstenteils fremdfinanziert sind".

Das "Manager Magazin" weiss offenbar mehr als Gentz. Debis werde die Mehrheit an GGS nicht allein uebernehmen. Juergen Schrempp, der Anfang Juni die Nachfolge von Edzard Reuter antritt, wolle die Beteiligung nicht weiter ausbauen, weil damit die Konsolidierung von Cap Gemini verbunden waere, die mit bis zu drei Milliarden Mark die Konzernbilanz belasten koennte. Geplant sei, so das Blatt weiter, je einen amerikanischen und japanischen Partner ins Boot zu holen. Als moegliche Kandidaten kaemen General Electric, NEC, Microsoft oder EDS in Frage.