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16.04.2009

Daimler und Microsoft entwickeln ERM-System

Geplant ist eine standardisierte Lösung für Enterprise-Rights-Management – zunächst im Bereich Automotive Engineering.

Die ERM-Lösung "Information Vault" soll Daten vor dem Zugriff unberechtigter Dritter schützen und Firmen in die Lage versetzen, auch nach dem Versenden von Informationen die vollständige Kontrolle über den Zugriff auf ihre Daten zu behalten. Nach Angaben der beiden Partner lassen sich so die Basisfunktionen "Print", "Save" und "Copy/Paste" in Applikationen auf Empfängerseite blockieren sowie der Zugriff auf Informationen zeitlich begrenzen. Ermöglicht wird das über eine Server-Infrastruktur für das "Active Directory Rights Management", wobei die Zugriffsrechte über Identitäten und Gruppenzugehörigkeit im Microsoft-Verzeichnisdienst verwaltet werden. Im Zusammenspiel mit so genannten "Federation Services" soll sich zudem eine sichere firmenübergreifende Kommunikation realisieren lassen – ohne die doppelte Pflege externer Benutzerdaten etwa von Zulieferern oder die Verteilung von Verschlüsselungscodes.

Die Lösung nutzt die gleiche Rights-Management-Infrastruktur (RM) wie viele Engineering-Applikationen und Software-Anwendungen, beispielsweise die RM-fähigen Lösungen Catia V5 R19 mit RM1 und MS Office ab Version 2003. Firmenangaben zufolge bietet Information Vault zudem die Möglichkeit, beliebige andere Applikationen und somit deren Dateiformate um einen Basis-ERM-Schutz zu ergänzen.

Zu den weiteren Merkmalen der ERM-Lösung zählen die unabhängige Festlegung der Identitätsprüfung für Personen und Gruppen, das Verschlüsseln der File- oder Strukturinformation sowie das Whitelisting zulässiger Anwendungen durch den Datenautor. Darüber hinaus bietet sie ein Framework, mit dem sich Anwendungen kontrollieren und einschränken lassen. Anders als beim reinen Verschlüsselungs- oder Transportschutz, der am Ende File-Informationen offen lässt, bleiben die Daten mit Information Vault stets in geschützten Containern.

Erklärte Zielbranche für die ERM-Lösung ist der Bereich Automotive Engineering. Doch nach Angaben der Daimler AG, die mit Information Vault beispielsweise ihre Designdaten schützen möchte, lässt sich die Softwarelösung branchenspezifisch anpassen. Die Partnerschaft mit Microsoft ist allerdings zeitlich begrenzt und diene ausschließlich der Integration der Industriebelange. Ziel sei es, das Softwareprodukt zu einem späteren Zeitpunkt vollständig an Microsoft zu übergeben. (kf)