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15.04.2005

DAK-Studie: Arbeitsdruck macht Mitarbeiter krank

Junge Männer werden anffälliger für seelische Störungen.

Zukunftsangst, Überforderung und Leistungsdruck schlagen den Mitarbeitern in Deutschland immer stärker aufs Gemüt. Obwohl der Krankenstand in den Betrieben sinkt, ist die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Probleme seit 1997 um 70 Prozent angestiegen.

Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) spricht deshalb in ihrem jüngsten Gesundheitsreport von einer "dramatischen" Entwicklung, die in erster Linie auf die Veränderungen in der Arbeitswelt zurückzuführen sei.

"Angststörungen und Depressionen werden immer mehr zu Volkskrankheiten der Zukunft", sagt DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher. Psychische Krankheiten hätten auch 2004 wieder "über alle Branchen und Berufe hinweg" zugenommen. Als besonders alarmierend bewertet er, dass in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit auch immer mehr junge Arbeitnehmer unter psychischen Problemen litten. So hätten sich die Fälle bei Männern zwischen 25 und 29 Jahren seit 1997 mehr als verdoppelt. Nach einer DAK-Umfrage unter 1000 Beschäftigten war insgesamt jeder siebte Berufstätige bereits wegen psychischer Probleme in professioneller Behandlung.

Leistungsdruck wirkt sich auf die Psyche aus

Eine Reihe von Experten, die die DAK zu den Ursachen befragt hat, führt die Entwicklung vor allem auf eine härtere Arbeitswelt zurück. Immer mehr Arbeitnehmer litten unter Leistungsdruck, Zukunftsangst, Überlastung durch immer neue Forderungen, Mobbing und Isolation, erläutert Hans-Dieter Nolting vom Institut für Gesundheits- und Sozialforschung in Berlin.

Zugleich werden psychische Erkrankungen mittlerweile aber auch schneller erkannt und besser behandelt. Außerdem suchen die Patienten wegen psychischer Probleme eher einen Arzt oder Psychologen auf als früher, so die DAK. (am)