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27.06.2005

Damit der nächste Umzug nicht der letzte ist

Claus Fischer
Umzüge von Rechenzentren erfordern eine professionelle Planung und Organisation.

Beim Umzug im IT-Bereich ist höchste Professionalität gefragt, da die Systeme auch während der kritischen Umzugsphasen rund um die Uhr verfügbar sein müssen. Dazu sollte eine Vielzahl von Faktoren bedacht und koordiniert werden:

- Um das richtige Unternehmen für den Umzug auszuwählen, sollte man nach Referenzen fragen und durch die Abfrage der einzelnen Schritte prüfen, ob der potenzielle Partner professionell vorgeht.

- Vor dem Umzug muss das Umzugsunternehmen die Rahmenbedingungen und die Infrastruktur am neuen Standort prüfen, damit nicht beispielsweise Stromanschlüsse fehlen. Ist eine Klimaanlage vorhanden, und wurde sie unter Volllast geprüft? Gibt es eine Transportversicherung? Im ersten Meeting müssen die Beteiligten ein ausführliches Pflichtenheft erstellen.

- Mit dem Transport sollten Unternehmen beauftragt werden, die über luftgefederte Lkws verfügen, damit stoßempfindliche Systemkomponenten den Umzug unbeschadet überstehen. Im Winter sollten die Lkws klimatisiert sein. Wenn das nicht möglich ist, müssen die Systeme vorher akklimatisiert werden, da sie in der Kälte klamm werden und es aufgrund der Feuchtigkeit zu Anlaufproblemen kommen kann. Feuchtigkeit an Baugruppen führt im schlimmsten Fall zum Kurzschluss. Bei Festplatten kann durch die Kälte das Fett zu zähflüssig werden. Sie sind dann schwergängig, laufen nicht richtig an, die Lager werden zerstört.

- Nach der Installation muss der Kunde mit dem Umzugsunternehmen eine Abnahme machen. Erst dann werden die Systeme wieder in Wartung genommen. Sollte der Hersteller für die Abnahme vor Wiederübernahme in die Wartung Geld verlangen, empfiehlt es sich, auf die Existenz von Drittwartungsunternehmen hinzuweisen.

- Häufigste Fehlerquellen sind eine ungenaue Planung und ein zu knapp bemessener Zeitplan. Es sollte daher auf alle Fälle ein Zeitpuffer für eventuelle Anlaufschwierigkeiten eingeplant werden.

- Für den Zeitraum des Umzuges sollte die Möglichkeit bestehen, ein virtuelles Rechenzentrum zu nutzen. Das heißt, das beauftragte Unternehmen sollte über ein desastertolerantes Rechenzentrum mit voller Infrastruktur verfügen. Dort können die Kundendaten auf Notfallsystemen oder mit Backup-Prozessen auch über den Umzugszeitraum hinaus gehostet werden.

- Der eigentliche Umzug endet mit der Inbetriebnahme der neuen RZ-Infrastruktur, das Projekt jedoch erst mit der vollständigen Erstellung aller Dokumente und einer abschließenden Qualitätskontrolle. (rg)