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11.04.2003 - 

Verhaltener Optimismus nach einem harten Jahr

Danet stellt sich nach Umsatzeinbruch neu auf

MÜNCHEN (CW) - Schwere Umsatzeinbußen in fast allen Tochtergesellschaften und Geschäftsbereichen haben die Danet GmbH im vergangenen Jahr zu einer umfassenden Restrukturierung gezwungen. Seit Anfang 2003 arbeitet die Software- und Beratungsfirma laut eigenen Angaben wieder profitabel.

Die aus der in Weiterstadt ansässigen GmbH sowie sieben Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestehende Danet-Gruppe musste 2002 herbe Einbußen verkraften. Der Gesamtumsatz sank um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr von 108 Millionen auf 90,31 Millionen Euro. Beim Nettoergebnis rutschte das auf Telekommunikation spezialisierte Software- und Beratungshaus in die roten Zahlen: Die rückläufigen Einnahmen sowie Abschreibungen auf Firmenwerte im Ausland und andere "erkennbare Risiken" verursachten ein Minus von 9,2 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2001 hatte Danet noch einen Nettogewinn von 5,6 Millionen Euro erwirtschaftet.

Zu schaffen macht Danet laut Geschäftsführer Jürgen Schröder vor allem die wirtschaftliche Misere der Telekommunikationsanbieter und Banken, die zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens zählen. "Der immense Kostendruck, immer wieder hinausgezögerte Aufträge und die Neigung, Projekte nur noch schrittweise zu vergeben, haben die Planungen deutlich erschwert", so Schröder. Auch das Auslandsgeschäft enttäuschte. Hier gingen die Umsätze im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 17,2 Millionen Euro zurück, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) verschlechterte sich von plus 300000 auf minus 2,8 Millionen Euro. Schuld daran war vor allem die US-amerikanische Tochter, deren Einnahmen um 79 Prozent auf 1,9 Millionen Euro einbrachen. Inzwischen ist die Gesellschaft verkleinert worden und arbeitet laut Schröder seit Jahresbeginn wieder profitabel.

Generell hat Danet umfassende Restrukturierungsmaßnahmen ergriffen und erstmals Personal abgebaut. Die Danet Internet Solutions GmbH, deren Umsatz um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft ist, musste die Schließung ihres Standorts in Kassel hinnehmen. Zum Jahresende beschäftigte die Danet-Gruppe 753 Mitarbeiter - knapp 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Zudem wurden die einzelnen Geschäftsbereiche einer Neuausrichtung unterzogen. So konzentriert sich die Danet Consult GmbH jetzt vorrangig auf Themen wie IT-Controlling und Kostensenkung. Der Umsatz der Beratungstochter war 2002 um 38 Prozent auf 10,1 Millionen Euro zurückgegangen. Einziger Lichtblick ist zurzeit der Geschäftsbereich Business Support Systeme, der seine Einnahmen im vergangenen Jahr um 16 Prozent gegenüber 2001 auf 32 Millionen Euro steigern konnte.

Die Entwicklung beurteilt Schröder dennoch "verhalten optimistisch", auch wenn er für das laufende Jahr mit einem leichten Umsatzrückgang im Inland rechne. Trotz der Verluste 2002 sei die Eigenkapitalquote dank hoher Rücklagen nur von 48 auf 42 Prozent gesunken. Zudem schrieben alle Gesellschaften und Geschäftsbereiche wieder schwarze Zahlen, "und das wird aller Voraussicht nach auch so bleiben". (sp)