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20.02.2004 - 

Leserbrief

Danke, Herr Kagermann

Betrifft CW 5/04, Seite 8: "SAPs langer Weg zur Enterprise Services Architecture"

Vielen Dank für Ihre treffende Feststellung: "Es wäre sicher gut, wenn langfristig große Teile der SAP-Software in Java geschrieben werden." Zunächst einmal erscheint der Weg von SAP (man nehme die R/3-Client-Server-Architektur, bilde daraus Komponenten und formuliere Objekte und Klassen, die dann auf einmal fast automatisch Web-Services und XML generieren) als gute Idee. Unternehmen und Kunden aber, die die Technologie verstanden haben, schließen daraus, dass der (SAP-typische?) Ansatz sehr umständlich, teuer und kaum umsetzbar ist. Jeder Student der Informatik lernt heute, dass objektorientierte Entwicklung neben Verwendung der Sprache Java auch eine andere Denkweise und ganz andere Strukturen bedingt.

Der genannte Schachzug scheint fast so genial wie der anderer namhafter Softwarehäuser, die uns zurzeit glauben machen wollen, dass sich RPG/Cobol-Programme durch geschicktes Konvertieren zu Web-Service-orientierten Java-Applikationen portieren ließen. Aber es soll ja auch Menschen geben, die glauben, dass fliegende Fische eine Kreuzung aus Fischen und Vögeln sind.

Selbst wenn SAP noch so viele Broker, gekapselte Objekte und Schnittstellen zu Web-Services ankündigt - nur Ihre große Marketing-Maschine kann bei diesem Ansatz die laufenden Kosten bei den Anwendern reduzieren. Ihr angekündigter Softwareansatz wird die Sache nur verteuern!

Wenn Sie, Herr Kagermann, Ihr R/3-Produkt auf dem genannten Weg überarbeiten, vergessen Sie bitte bei dieser Gelegenheit auch nicht Ihr im Artikel erwähntes Produkt "Business One". Das beinhaltet ebenfalls die Technologie des letzten Jahrtausends. Viel Glück weiterhin.

Karl Langenstein, Vorstandsvorsitzender Ebootis AG, Essen