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08.11.1991

Darf's ein bißchen mehr sein?

08.11.1991

Glaubt man den Werbeaussagen von Chip-Hersteller Intel und dem Gefolge an PC-Produzenten, müßten die Anwender in einen wahren "Leistungsrausch" verfallen: 486er Prozessoren mit der Leistung von Mainframes, superschnelle PCs, Workstationpower im Büro etc. Man fühlt sich wie beim Metzger mit der rhetorischen Frage "Darf's ein bißchen mehr sein?" konfrontiert. Es darf zwar, aber man braucht es eigentlich nicht. Auf dem Boden der Tatsachen findet der User sich wieder, sobald er das entsprechende Gerät vor sich stehen hat. Auch auf einem High-end-PC bleibt MS-DOS so, wie es immer war. Windows wird zwar schneller, ist aber leider immer noch nicht ausgereift genug, als daß man auf die Meldung "Nicht behebbarer Fehler im Anwendungsprogramm" verzichten könnte.

PC-Hersteller werden jetzt einwenden, der 486er sei eine Investition in die Zukunft, schließlich werde es irgendwann ja auch die entsprechende Software geben. Nur, warum soll man dann die "Büroworkstation" schon jetzt kaufen? Wenn die entsprechende Software verfügbar ist, dürfte zum einen der Preis für 486er sinken, zum anderen wird wohl bereits die nächste Generation mit 586ern/686ern etc. auf dem Markt sein. Aber damit dürfte das gleiche Spiel in Sachen Hardware-Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz und hinterherhinkender Software weitergehen. Auch wenn die Betriebssysteme bis dahin auch OS/2 oder ACE heißen könnten.

Das alles soll nicht heißen, daß ein 486er PC heutzutage nicht lohnend ist. Als Netzwerkserver beispielsweise, wo das Gerät seine Leistungen voll ausspielen kann, sind sie am richtigen Platz. Aber im Büro, am Arbeitsplatz, tut es heute auch jeder 386er. zek