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18.07.2003 - 

Business Intelligence/Kommentar

Das alte Lied

Sascha Alexander Redakteur CW

Anbieter von Business-Intelligence-Software freuen sich seit Quartalen über kräftige Umsatzzuwächse und Gewinne. Ein Grund hierfür sind die teilweise hohen Lizenz- und Wartungskosten. Entscheidender ist aber, dass viele Unternehmen derart unter Wettbewerbsdruck stehen und mittlerweile mit riesigen Datenmengen hantieren müssen, dass sie BI-Lösungen als strategische Instrumente einsetzen möchten, um ihre Kosten und Geschäftsprozesse transparent und damit kontrollierbarer zu machen. Dies ist umso dringlicher, als der Gesetzgeber künftig eine saubere und nachvollziehbare Bilanzierung verlangt. Zu erfüllen sind Vorgaben wie Kontrag, die Kreditvergaberichtlinie Basel II und der Sarbanes-Oxley-Act (in den USA).

Diese Lage liefert den Marketiers der BI-Hersteller gute Verkaufsargumente, um bei Kunden den Fuß in die Tür zu bekommen. Die Anbieter hoffen dabei, ihre Produkte nicht nur wie bisher in einzelnen Abteilungen, sondern künftig auch nahe der Geschäftsleitung und im Herzen der IT-Landschaft wie ein operatives System zu implementieren. Der Haken ist nur, dass Tools nicht die organisatorischen Probleme lösen und die meisten Hersteller ihre Versprechen, alle Anforderungen abzudecken, derzeit gar nicht halten können. Sie kämpfen vielmehr mit ungenügend integrierten und zum Teil technisch veralteten Produkten oder bieten nur einzelne Bestandteile des benötigten Portfolios.

Ebenso sind die Werbesprüche und Argumente nicht neu, auch wenn man jetzt nicht mehr von BI, sondern von Business-Perfomance-Management sprechen möchte. Unterschlagen wird vor allem, dass viele Anwender bereits seit Jahren BI-Lösungen einsetzen, aber bis heute nach dem strategischen Mehrwert suchen, der nicht nur in einem standardisierten Berichtswesen besteht. Viele kaufen deshalb jetzt Produkte hinzu, in der Hoffnung, dass ihr Unternehmen dann endlich über die versprochene "Intelligence" verfügt.