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06.04.2001 - 

Novell-Entwicklerkonferenz Brainshare

Das alte Lied vom E-Directory

SALT LAKE CITY (IDG) - Verzeichnisdienste bleiben weiterhin das technische Kernstück von Novells Strategie. Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Brainshare zeigte das Unternehmen Erweiterungen für sein E-Directory und skizzierte die künftige Marschrichtung

Glaubt man Novells Chief Technology Officer Carl Ledbetter, so haben Verzeichnisdienste im Internet eine Schlüsselrolle: Sie identifizieren den Benutzer und ermöglichen so die unterschiedlichsten personalisierten Dienste, die auf den jeweiligen Anwender zugeschnitten sind. Getreu der Novell-Strategie eines "One Net", die das Unternehmen auf der letztjährigen Brainshare propagierte, gibt es für Ledbetter eigentlich keinen Grund mehr, warum sich ein Anwender mit Hilfe seiner Directory-Daten nicht an jeder beliebigen Applikation authentisieren kann. Dass der entsprechende Verzeichnisdienst hierzu E-Directory heißt, versteht sich zumindest aus Novell-Sicht fast von selbst.

Verzeichnis wird mobilAllerdings kommt auch CTO Ledbetter nicht umhin, einzugestehen, "dass das E-Directory zwar eine technische Strategie, aber nicht das Geschäftsmodell sein kann". In Anlehnung an Microsoft spricht der Manager dem Verzeichnisdienst die Rolle eines Betriebssystems zu, auf dessen Basis dann Entwickler Applikationen bauen sollen. Novell selbst will in der nächsten Version des E-Directory über ein Management-Framework drahtlose Geräte wie PDAs und Handys an seinen Verzeichnisdienst anbinden. Der Zugriff auf das Framework, das HTML, XML und LDAP unterstützt, erfolgt laut Novell über Netscapes "Navigator" beziehungsweise "Communicator" oder Microsofts "Internet Explorer". Darüber hinaus unterstützt Novell mit seinem E-Directory künftig Compaqs Tru 64 und IBMs Betriebssystem AIX.

Während das Novell-Management mit seiner Überlebensstrategie auf Entwickler setzt, die Applikationen für den Verzeichnisdienst schreiben, machte die auf der Brainshare versammelte Anwendergemeinde andere Aspekte für die Schwäche der Company verantwortlich. In ihren Augen liefert Novell zwar ein hervorragendes Directory - nur sei es leider den Entscheidungsträgern unbekannt. Novell versäume es im Gegensatz zu Microsoft, so der Vorwurf der Anwender, Manager auf der Führungsebene anzusprechen.