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18.07.1980 - 

Milchmädchenrechnung mit Mikro-Preisen:

Das computerisierte Klassenzimmer

BOSTON (vwd) - Amerikanische Mikrocomputerhersteller sehen einen Mikro-Boom auf dich zukommen. Sie profitieren - wie die Vereinigten Wirtschaftsdienste melden - schon jetzt von der Tendenz, Rechnersysteme aller Art in Schulen einzusetzen, entweder als Hilfsmittel oder als Studienobjekt. Zur Zeit lernen etwa 2,8 Millionen Schüler an sechs Prozent der öffentlichen Elementary and High Schools an und mit Computern, das schätzt der Berater für Ausbildungsfragen Harvey Brudner, New Jersey.

Brudner erwartet, daß es in den nächsten vier Jahren fünf Millionen Schüler sein werden in neun Prozent der Schulen, die mit Rechnern im Klassenzimmer rechnen müssen. Einige Schulen haben diesen Schritt schon vor 20 Jahren getan, sich damals aber für Großsysteme entschieden; seit rund vier Jahren werden Mikrocomputer vorgezogen, weil sie wesentlich billiger sind.

Die Hersteller von Mikrocomputern sehen in den Schulen einen ihrer wachstumsträchtigsten Märkte. Man schätzt, daß etwa 13 Prozent der im Jahre 1983 in den USA verkauften 998 000 Mikrosomputer im Bildungsbereich eingesetzt werden. Von den 315 000 im vergangenen Jahr waren es etwa 11,5 Prozent. Der Gesamtwert der 1983 an diese Zielgruppe verkauften Computer wird sich auf annähernd 146 Millionen Dollar gegenüber 40 Millionen Dollar im vergangenen Jahr belaufen, erwartet das Marktforschungsunternehmen Creative Strategies International (CSI) aus Kalifornien.

Als Ursache für diesen Trend werden weniger didaktische als eher finanzielle Gründe genannt. Ein Mikrocomputer kostet in der Regel weniger als 1500 Dollar und findige Köpfe wollen ausgerechnet haben, daß ein solcher Computer pro Stunde und Schüler insgesamt etwa 1,50 Dollar kostet. Bei einem weiteren Anstieg der Lehrergehälter soll die Computerstunde nur etwa halb soviel kosten wie eine Lehrerstunde. Die Hersteller hoffen denn auch, daß mit einem Rückgang der Hardwarepreise der Widerstand an den Schulen gegen solche Systeme nachläßt. Denn einen wesentlichen Mangel haben Schulcomputer immer noch. Es fehlt an einer entsprechenden Software für Ausbildungs- und Einführungsprogramme .