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23.04.2007

"Das Coolste im Data Center ist der Mainframe"

IBM hat im vierten Quartal 2006 den höchsten Umsatz mit Großrechner-Hardware seit dem letzten Vierteljahr 1998 erwirtschaftet.

Der gute Trend setzte sich im ersten Quartal 2007 fort, dessen Ergebnisse IBM vor einer Woche veröffentlichte. Danach hat Big Blue mit "System-z"-Systemen ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent erzielt. Die Mips-Zuwachsraten betrugen im ersten Vierteljahr des laufenden Berichtszeitraums neun Prozent.

Robert Hoey, bei der IBM als Vice President für den weltweiten Vertrieb von Mainframes zuständig, sagte im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE, insgesamt habe sein Unternehmen 2006 zehn Millionen Mainframe-Mips installiert. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr. "Der Mainframe ist eine wachsende Plattform", konstatierte Hoey.

Starkes Softwaregeschäft

IBM erwirtschaftete 65 Prozent seiner Umsätze im Großrechnersegment mit Software, 25 Prozent mit Hardware und zehn Prozent mit der Wartung und dem Service dieser Produkte.

Laut dem Marktforschungsinstitut IDC hat IBM seit Anfang 2000 bis Ende 2006 seinen Marktanteil im Segment der 250 000 Dollar und mehr kostenden Server um 15 Prozent ausgebaut. Bei Modellen dieser Preiskategorie haben Hewlett-Packard (HP) und Sun Microsystems im gleichen Zeitraum entweder leicht (HP) oder spürbar (Sun) Marktanteile verloren.

Hoey sagte, insbesondere die Tatsache, dass IBM-Mainframes sowohl mit Standard- als auch mit für spezielle Aufgaben entwickelten Prozessoren ausgestattet sind, mache die Rechner interessant für einen zunehmend breiteren Kundenkreis. Der IBM-Manager nannte das Beispiel des mittelständischen belgischen Unternehmens Nexxar. Dieses habe bislang 80 Intel-Server betrieben. Um seine heterogene Server-Umgebung zu konsolidieren, sei Nexxar auf einen kleineren, etwa 125 000 Dollar teuren Mainframe, das Modell "System-z9-Business Class" (BC), umgestiegen. Unter anderem habe Nexxar damit seine hausinterne Servicemannschaft für die Server um 75 Prozent reduzieren können.

Hoey konzedierte allerdings, dass IBM nicht so viele Neukunden gewonnen habe, wie sich das Unternehmen erhofft habe. Er betonte, dass Big Blue jährlich rund eine Milliarde Dollar an Forschungs- und Entwicklungsausgaben für die z9-Plattform investiere - 65 Prozent hiervon allein in die Softwareentwicklung. 2006 habe man sogar 1,2 Milliarden Dollar in die Weiterentwicklung dieses Produktsegments gesteckt.

Sparen Hosts Energie?

Angesprochen auf die mangelnde Energieeffizienz von Rechnern, erwiderte Hoey, wenn man in diese Betrachtung Überlegungen wie die Auslastung der Systeme, die Stellfläche und ihre Rechenleistung einbeziehe und diese Faktoren in Relation zum Energieverbrauch setze, schneide ein Großrechner im Vergleich zu verteilten Systemen besser ab: "Dann ist der Mainframe das coolste System im Rechenzentrum." (jm)