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30.10.1987 - 

Minister Norbert Blüm Schirmherr der Sonderschau auf der Systems:

Das CW-Karriere-Zentrum als Job-Fokus

MÜNCHEN (CW) - Die Konkurrenz auf den High-Tech-Märkten ist maßgeblich vom Defizit an qualifizierten Mitarbeitern bestimmt. Als Schnittstelle zum Thema Berufserfolg brachte die COMPUTERWOCHE deshalb mit der Systems-Sonderschau "Karriere-Zentrum" für technologiekompetenten Nachwuchs und innovative Unternehmen mehr Transparenz in den Stellenmarkt.

Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern mit Informatik-Know-how wächst bei der Computerindustrie wie bei den DV-Anwendern. Über 12 000 Angebote von DV-Positionen aus allen Wirtschaftszweigen zählte die SCS-Personalberatung, Hamburg, für das vergangene Jahr in den Tageszeitungen Frankfurter Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, Die Welt sowie in der Fachzeitung COMPUTERWOCHE.

Die Nachfrage nach Informatikern steigt laut Bundesanstalt für Arbeit seit Anfang der achtziger Jahre ständig an. Sie lag 1986 bei ungefähr vier Stellenangeboten pro Bewerberanfrage. "Betrachtet man diese Entwicklungstendenzen", analysiert Gerhard Krüger vom Institut für Telematik der Universität Karlsruhe "ergibt sich: Die Stellenangebote für Informatiker stiegen in dem Maß an, in dem sich die Berufspraxis ein Bild vom Informatiker machen kann."

Der Einsteig in den Beruf gestaltet sich für den DV-Nachwuchs nicht immer einfach. Der junge Informatiker könne häufig nicht mit einem forschen "Hoppla, jetzt komm'ich" starten, merkt der Telematik-Profesor an. Harte Routinearbeit stünde vor dem beruflichen Erfolg, zudem wäre Vertrauen und betriebliche Kompetenz im Team zu erwerben. Auf jeden Fall, darin sind sich Praktiker wie Hochschullehrer einig, sollte sich der DV-Nachwuchs über das "informationstechnische Innenleben" des künftigen Arbeitgebers ausgiebig informieren. Sonst scheitere der angehende Informatiker möglicherweise an zu hochgesteckten Erwartungen.

Schnittstelle für persönlichen Kontakt

Auch Hersteller und Anwender haben auf einem ausgedünnten Personalmarkt Schwierigkeiten, fehlt doch der qualifizierte Nachwuchs. Jährlich 2500 Studienanfänger im Fach Informatik decken den Bedarf bei weitem nicht ab: So können nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit derzeit rund 30 000 qualifizierte Positionen nicht besetzt werden.

Mehr Transparenz zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Personalmarkt ist angesagt. Lösungsansätze für Arbeitgeber wie für den qualifizierten DV-Nachwuchs bot das Systems-Karriere-Zentrum der COMPUTERWOCHE. Unter dem Motto "Neue Berufe in der Informationstechnik" unterstützte die CW zusammen mit Partner-Unternehmen und der Münchener Messegesellschaft diese Aktion. "Nicht mehr nur über den Mangel an qualifiziertem Nachwuchs reden", hieß die Parole, die innovative Unternehmen wie AEG, Audi, BMW und Daimler-Benz ebenso wie die Dresdner Bank oder MBB sowie IBM, DEC, und HP aufgriffen.

Der CW-Informations-Pool verstand sich als Schnittstelle für den persönlichen Kontakt von Studenten und Studienabgängern mit DV-Ausrichtung, Junginformatikern, Technikern und Ingenieuren mit der Industrie. Themen waren Einstiegshilfe in den Beruf wie die Information von Praktikern über eine veränderte Berufswelt. Personalprofis und Technikexperten standen dazu über Karrierewege, Verdienstmöglichkeiten und Techniktrends Rede und Antwort. Sie vertraten jene Hersteller die als führend in der DV-Branche gelten, sowie Anwenderunternehmen, die schon seit Jahren auf DV-Technik gesetzt haben.

Sonderpublikationen wie der "Karriere-Service" und der "Uniservice" stellten Ausbildungsmodelle und Karrierewege sowie Verdienstmöglichkeiten in innovativen Unternehmen vor. Zudem kamen DV-Experten und Arbeitsmarktanalytiker zu Themen wie Informations-Management, CIM, Bürokommunikation und künftigen Anforderungsprofilen zu Wort.

Im Forum des Karriere-Zentrums stellten Referenten aus den beteiligten Unternehmen beispielhafte Ausbildungen, Aufstiegswege und technische Trends vor.

Verantwortliche Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung nahmen täglich im "Studio", einem Veranstaltungsort mit etwa 500 Plätzen, zum Thema "personelle Innovation" Stellung. Als Zuhörer fanden sie besonders den DV-orientierten Studenten sowie den Praktiker, dessen Hochschulabschluß bereits einige Jahren zurückliegt.

Arbeitspolitische Dimension im Blick

Mit diesem Angebot stellte sich das Karriere-Zentrum auf der Münchener Systems 87 als Forum für innovative Unternehmen dar, für EDV-Anbieter wie auch für große Anbieter aus Industrie und Finanzwirtschaft, die technologiekompetente Mitarbeiter suchen. Bewerber fanden hier, so sind sich Personalfachleute sicher, ein Stellenangebot, das in dieser Form einmalig war.

Im Vordergrund des Karriere-Zentrums stand die arbeitsmarktpolitische Dimension: Als Schirmherr der diesjährigen. Sonderschau der COMPUTERWOCHE zusammen mit der Münchener Messegesellschaft fungierte der Bundesminister für Arbeit und Sozialwesen, Dr. Norbert Blüm.

Minister Blüm: Transparenz für technologiekompetenten Nachwuchs und innovative Unternehmen in den Stellenmarkt bringen."