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02.02.1996 - 

Instandhaltungskosten sollen sinken

Das Deutsche Reisebuero ersetzt IBM-Host durch Tandem-System

02.02.1996

Ein Grund fuer den Schwenk auf das fehlertolerante System der Kalifornier war die ebenfalls neue Reservierungssoftware "Phoenix", die auf den Nonstop-Unix-Kernel des Tandem- Betriebssystems zugeschnitten ist. Dieses ist zwar Posix-konform. Trotzdem kann man es nicht als Standard-Unix-System bezeichnen, argumentiert etwa die Bloor Research Group. Entwickelt wurde Phoenix gemeinsam von der DER und der Fourth Dimension Software Inc. aus Redwood City, Kalifornien.

Auf den Tandem-Host greifen rund 300 Benutzer von ihren Windows- PCs aus zu. Die DER-Zentrale ist darueber hinaus mit etwa 6000 Reisebueros, Fluglinien, Hotels und Autovermietungsgesellschaften in Deutschland verbunden.

Als weiteren Grund fuer die Wahl gab Gudrun Schoen, IT-Managerin bei der DER, an, die Tandem-Maschine habe stabiler gewirkt als ein herkoemmliches Unix-System. Ferner erhoffe man sich im Vergleich zum MVS-System von dem RISC-Rechner niedrigere Instandhaltungskosten. Bis Mitte 1996 soll der Wechsel von dem blauen Host auf die Himalaya-Maschinen vollzogen sein.

Wie Schoen weiter ausfuehrte, plane DER, in Zukunft Reiseauskuenfte auch auf dem Internet bereitzuhalten. Ausserdem wolle man WAN- Verbindungen zu Partnerorganisationen in Europa, den USA und Japan aufbauen.

Die Himalaya-Rechner arbeiten mit den RISC-Prozessoren "R4400" der Silicon-Graphics-Tochter Mips Technologies Inc. Sie sind als MPP- Systeme (MPP = Massively Parallel Processing) angelegt. Dabei ist das Tandem-Design allerdings nicht ganz "gewoehnlich": Die einzelnen Prozessoren - auf denen jeweils eine Kopie des Nonstop- Unix-Kernels laeuft - verbindet Tandem zu Einheiten von zwei beziehungsweise vier CPUs. Diesen Verbund bezeichnen die Kalifornier als "Sektion". Diese Sektionen wiederum werden in einem zweidimensionalen Torus-Netz miteinander verbunden.

Auf den Himalaya-Systemen liefert Tandem die Datenbank "SQL/MP" mit. Hierbei handelt es sich um eine proprietaere Tandem- Entwicklung. Die Himalaya-Maschinen unterstuetzen bislang keine anderen Datenbankprodukte. Auch bestehen keine Plaene, Produkte etwa von Oracle, Informix oder Sybase auf die Tandem-Rechner zu portieren.