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06.02.2009 - 

Test

Das dünnste Netbook Asus Eee PC S101

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Zu schön, um billig zu sein: Für das flache Design-Netbook Eee PC S101 will Asus rund 550 Euro. Ist der Schönling das auch wert? Der PC-Welt-Test gibt die Antwort.
Foto: golem.de

Zu schön, um billig zu sein: Für das flache Design-Netbook Eee PC S101 will Asus rund 550 Euro. Ist der Schönling das auch wert? Der PC-Welt-Test gibt die Antwort.

Von Thomas Rau, PC-Welt

Testbericht

Vor einem Jahr war Asus mit dem Eee PC 701G der erste und einzige Netbook-Anbieter. Inzwischen tummelt sich eine Vielzahl von Mini-Laptops auf dem Markt: Asus musste sich also etwas Neues einfallen lassen, um die Konkurrenz wieder hinter sich zu lassen. Das Ergebnis: Der Eee PC S101 – das dünnste Netbook der Welt. Ähnlich wie Apple beim Macbook Air will Asus die Anwender mit einem schicken Design ködern – und dazu bringen, rund 550 Euro für ein Netbook auszugeben, dass sich ansonsten kaum von den 350-Euro-Minis unterscheidet.
Tatsächlich fällt der Asus Eee PC S101 rund einen Zentimeter flacher aus als die meisten anderen Netbooks: Er ist bei geschlossenem Displaydeckel 2,3 Zentimeter hoch – und zwar sowohl an der Vorder- wie an der Rückseite. Die meisten Netbooks messen dagegen drei Zentimeter vorne und liegen hinten bedingt durch den Akku rund vier Zentimeter über dem Schreibtisch. Die Tastatur des S101 liegt 1,7 Zentimeter hoch.
Der Eee PC S101 ist solide verarbeitet: Sein Gehäuse fasst sich deutlich wertiger an als die Kunststoffhüllen der meisten Netbooks. Auch der schwarze Glanzlackdeckel, die Chromleiste, die rund ums Gehäuse läuft, der glänzende Displayrahmen, die Handballenablage mit einer feinen Maserung sowie die schwarzen Tasten, die einen leichten Glitzereffekt zeigen, setzen optische Akzente, die man bei anderen Netbooks nicht findet.

Tempo: Der Asus Eee PC S101 war mit 1735 Punkten im PC Mark 05 etwa zehn Prozent schneller als die anderen Netbooks. Das liegt vor allem an seiner Flash-Festplatte: Sie erreichte im Test mit 0,2 Millisekunden konkurrenzlos niedrige Zugriffsraten und war bei der Lese-Transferrate rund 20 MB/s schneller als eine 2,5-Zoll-Festplatte wie sie in vielen Netbooks steckt. Ein weiterer Vorteil des Flash-Speichers: Der Asus Eee PC S101 bootet Windows XP Home in 30 Sekunden – deutlich schneller als die meisten anderen Netbooks, die zwischen 50 Sekunden und über eine Minute für den Windows-Start benötigen.

Ausstattung: Der Flash-Speicher im Eee PC S101 ist zwar schnell, aber klein: Nur 16 GB bringt man darauf unter – als Hauptrechner, Speicherplatz für Multimedia-Dateien oder mobiler Fototank kommt der S101 daher kaum in Frage. Auch Asus sieht wohl das Platzproblem und legt dem Netbook eine 16 GB große SD(HC)-Karte bei – der Kartenleser des S101 liegt aber schlecht zugänglich auf der Gehäuserückseite. Außerdem bekommt der Netbook-Käufer Online-Speicherplatz auf www.eeestorage.com. Der Eee PC S101 bringt 11n-WLAN und Bluetooth mit.

Mobilität: Nur 1100 Gramm wiegt der Eee PC S101 – er ist damit das leichteste Netbook mit 10-Zoll-Display. Der 4-Zellen-Akku (36 Wh) ist in Lithium-Polymer-Technik gefertigt – auch das spart Gewicht. Die Akkulaufzeit des S101 fällt gut aus und liegt deutlich besser als bei anderen Netbooks mit 4-Zellen-Akku: Über 3,5 Stunden hielt das Netbook beim Abspielen eines Videos durch. Dabei profitiert das S101 vom stromsparenden Flash-Speicher und der geringen maximalen Displayhelligkeit. Per WLAN surft man mit einer Akkuladung über 4,5 Stunden.

Ergonomie: Besonders hell war das entspiegelte Display des Eee PC S101 nicht – wir maßen durchschnittlich nur 104 cd/m2. Auch der Kontrast lag mit 107:1 niedrig. Auch nach dem Einspielen der zum Testzeitpunkt aktuellen Firmware 0705 änderte sich nichts an den schlechten Messwerten. Der Lüfter im Eee PC S101 blieb jederzeit sehr leise und war fast unhörbar.

Handhabung: Auf der stabilen Tastatur des Eee PC S101 kann man problemlos tippen. Die Tasten liegen in einem ausreichend großen 17,5-Millimeter-Raster und nur wenige Tasten fallen schmaler aus. Problematischer fanden wir den Touchpad: Er fühlte sich glatt an und erschwerte so die exakte Maussteuerung. Die Touchpad-Taste besaß links einen deutlicheren Druckpunkt als rechts – auch das nervt beim schnellen Klicken. Wer im Zehnfinger-System auf dem S101 tippt, wird sich daran stören, dass der Touchpad nicht mittig unter der Leertaste liegt: Dann bewegt man häufig unabsichtlich den Mauszeiger mit dem rechten Daumen.

Fazit: Der Eee PC S101 sprengt den üblichen Preisrahmen für ein Netbook – er kostet rund 200 Euro mehr: Dafür bekommen Sie einen schönen, stabilen, leisen und leichten Mini-Laptop. Weitere Pluspunkte sind die tippfreundliche Tastatur und die schnelle Flash-Festplatte. Der geringe Speicherplatz und das dunkle Display sind die Schwächen des S101.

Alternative: Das Samsung NC10 bietet ein besseres Display und eine deutlich längere Akkulaufzeit. Wer ein solide verarbeitetes Netbook mit 8,9-Zoll-Display und guter Tastatur sucht, greift zum Dell Inspiron Mini 9.

Klicken Sie hier, um zu unserem Video vom Eee PC S101 zu gelangen.

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