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12.08.2005

Das FBI nimmt einen neuen IT-Anlauf mit Sentinel

Über 100 Millionen Dollar hat die Behörde mit dem Projekt "VCF" bereits verschwendet.

Nachdem das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) Anfang des Jahres einräumen musste, mit seinem IT-Projekt für ein neues "Virtual-Case-File"-System (VCF) gescheitert zu sein, unternimmt die Behörde nun einen neuen Anlauf. Das Vorhaben mit dem Codenamen "Sentinel" soll VCF ablösen und die Agenten irgendwann in der Zukunft mit einem funktionierenden Informationssystem ausrüsten. 40 Bewerber wurden aufgefordert, Angebote für das Großprojekt einzureichen.

Im Februar dieses Jahres räumte FBI-Direktor Robert Mueller vor dem US-Kongress das Scheitern von VCF ein. Ursprünglich sollte die auf Papierverkehr und veralteter Hardware beruhende Informationsarchitektur der Behörde von Grund auf erneuert werden. Doch 2004 warnten Aufsichtsbehörden wegen unkalkulierbarer Sicherheitsrisiken davor, das System zu aktivieren. Rund 170 Millionen Dollar sollen laut amerikanischen Medienberichten bereits in VCF geflossen sein. Mueller zufolge sind 104,5 Millionen Dollar davon verloren. Die übrigen Investitionen könnten im Folgeprojekt Sentinel weiterverwendet werden.

Über die Spezifikationen des neu geplanten IT-Vorhabens hüllen sich die Verantwortlichen in Schweigen. Mueller zufolge müssen sich seine Agenten mühsam und langwierig durch Papierarchive wühlen, um an für ihre Ermittlungen wichtige Informationen zu kommen. Das soll sich mit Sentinel ändern. Die Behörde erhofft sich eine effektive Verwaltungssoftware, um ihre Fälle zu bearbeiten. Außerdem sollen Informationen künftig nur noch digital vorliegen und sich elektronisch abrufen lassen. Dazu muss das System Schnittstellen zu verschiedenen Datenbanken mitbringen. Über die voraussichtlichen Kosten will die FBI-Spitze nicht spekulieren. Insider rechnen damit, dass das FBI fast 800 Millionen Dollar auf den Tisch legen wird. (ba)