Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.06.2005

Das FBI nimmt einen zweiten Anlauf

"Sentinel" soll die Projekt-Management-Fehler von "Virtual Case File" vermeiden.

Innerhalb der kommenden fünf Jahre will das Federal Bureau of Investigation, besser bekannt unter dem Kürzel FBI, sein System für die Verwaltung und Verteilung von Informationen modernisiert haben. Das teilte die US-Behörde jetzt mit, nachdem sie wegen vorangegangener Misserfolge kritisiert worden war (siehe www.computerwoche. de/go/*73179).

Im zweiten Anlauf konzentriert sich das FBI vor allem auf eine neue Version der "elektronischen Akte". Seit dem Angriff auf das World Trade Center am 11. September 2001 steht die Polizeibehörde unter dem Druck, ihr weitgehend papiergestütztes Informationssystem zu digitalisieren. Fast vier Jahre lang mühte sie sich mit dem Virtual Case File (VCF) genannten Projekt ab, bevor FBI-Direktor Robert Mueller es Anfang dieses Jahres für gescheitert erklärte.

Der neue Versuch trägt den Codenamen Sentinel und soll - im Gegensatz zum fehlgeschlagenen Vorgängerprojekt - Software von der Stange verwenden. Das System wird den Kriminalbeamten unter anderem eine automatische Ablaufsteuerung, Suchfunktionen sowie Werkzeuge für das Management von Untersuchungsfällen bieten. Der Chief Information Officer des FBI, Zamai Azmi, musste sich kürzlich erst wieder gegen den Vorwurf verteidigen, VCF sei aufgrund fehlenden Programm-Management-Know-hows und einer hohen Fluktuation unter den IT-Managern gescheitert. Für das Sentinel-Vorhaben wurden jetzt 80 Programm-Manager trainiert, meldete das Börsenblatt "Wall Street Journal".

Mit einer Ausschreibung für die Software ist im Juli zu rechnen, so dass gegen Ende des Jahres die Verträge unterzeichnet sein könnten. Was das neue System kosten darf, verriet Azmi selbstverständlich nicht. Er deutete jedoch an, dass der Aufwand höher sein werde als die 170 Millionen Dollar, die für VCF eingeplant waren. Den in aktuellen Gerüchten genannten Betrag von 800 Millionen Dollar bezeichnete das FBI allerdings als aus der Luft gegriffen. (qua) u