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17.02.1984 - 

VDC-Studie prognostiziert rosige Zeiten:

Das Geschäft mit den "Tragbaren" floriert

Einen permanenten Aufwärtstrend verzeichnet gegenwärtig das Geschäft mit "Portablen": Schon 1987 könnten.die Auslieferungen in diesem Zweig der Branche die Vier-Milliarden-Dollar-Grenze überschreiten. Zu diesem Ergebnis kommt das amerikanische Marktforschungsinstitut Venture Development Corporatlon (VDC) in seiner Studie "The Portable Briefsase Computer and Terminal Industry 1982 - 1987".

Da sich immer mehr Hersteller auf dem Portable-Markt engagieren, wird es nach Ansicht der Experten von VDC immer wichtiger, genau zu definieren, was eigentlich unter dem Begriff "Portablen" zu verstehen ist. Die Studie geht hier von einem Gerät aus, das nicht mehr als etwa 13 Kilogramm wiegt und sich in einem Aktenkoffer transportieren läßt.

Um gemäß der VDC-Untersuchung als Portable zu gelten, muß ein Gerät noch über eine Reihe weiterer Charakteristika verfügen: Obligatorisch ist neben Tastatur, Ausgabeeinheit, internem Speicher und Kommunikationseinrichtungen sowie Stand-alone-Fähigkeiten, daß das System vom Benutzer programmiert werden kann; ausschlaggebend sei ferner, daß eine genügend große Anzahl von Software-Paketen verfügbar ist.

Angesichts der breiten Angebotspalette gewinnt VDC zufolge auch die genaue Abgrenzung der Produkte gegeneinander immer mehr an Bedeutung. Am deutlichsten mache sich dieses Bestreben in der äußeren Aufnachung der Produkte bemerkbar: so bieten manche Hersteller inzwischen eingebaute Drucker an, während die meisten Anbieter eine Hardcopy-Ausgabe immer noch lediglich als nachrüstbare Option vorsehen.

CP/M ist am weitesten verbreitet

Wesentlich mehr fallen natürlich noch Produktdifferenzen ins Gewicht, die sich auf Betriebssystemebene abspielen. Die meisten Hersteller bieten auf ihren Portables CP/M an, da die Auswahl an CP/Mkompatiblen Anwendungssoftwarepaketen, besonders groß ist.

Ein Hauptproblem der Portablen sehen die VDC-Analytiker in ihrer geringen Speicherkapazität. Die meisten Systeme sind mit zwei Diskettenlaufwerken ausgerüstet, wobei Geräte mit 31/2Zoll Laufwerken im Normalfall einen Massenspeicher von 644 KB haben. Bei den 51/4-Zoll Laufwerken wird der entsprechende Wert mit durchschnittlich 720 KB angegeben. Wegen dieser größeren Kapazität favorisieren die amerikanischen Industrieexperten die 51/4 Zoll Versionen.

Da die User immer kleinere und leichtere Geräte fordern, gelten Gewicht und Größe der Portables als entscheidendes Kriterium bei einer Kaufentscheidung. In dern Maße wie die Hersteller diesen Kundenwünschen zu entsprechen versuchen, wird es für sie schwieriger, ergonomische Forderungen zu realisieren. Die Benutzer, so die VDC-Experten, werden sich folglich in Zukunft zwischen Handlichkeit und Benutzerfreundlichkeit entscheiden müssen.

Als Haupteinsatzbereich der "Aktenkoffercomputer" nennt den technisch-wissenschaftlichen Bereich. Überraschend für Team war die Tatsache, daß etwa 50 Prozent der Benutzer ihren Portablen auch für Textverarbeitungsaufgaben einsetzen, obwohl den meisten Textverarbeitungsterminals allgemein eine bessere Qualität bescheinigt wird als ihren kleinen Mitbewerbern. So sei beispielsweise bei den Portables das Display oft sehr klein. Folglich stelle es oft ein Problem dar, einen Fehler zu entdecken, ehe der Text gedruckt vorliegt.

Den zweitstärksten Anwendungsschwerpunkt stellt der Studie zufolge mit 30 Prozent die Dateneingabe dar gefolgt von Grafik mit einem Anteil von 24 Prozent am Gesamtvolumen. Die "Grafik"-Arbeiten, die auf Portables durchgeführt werden können seien allerdings meist nur einfacher Natur, da komplexere Aufgaben aus dem wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Bereich die Maschinen überforderten.

Dem gesamten "Aktenkoffer"-Computer-Markt prognostiziert die Venture Development Corporation rosige Zeiten: Das Anwendungsspektrum werde in den nächsten Jahren wesentlich breiter werden. Glaubt man den Ergebnissenen der Untersuchung, so müßte es spätestens 1987 neben den bisherigen Hauteinsatzgebieten Ingenieurwesen und Textverarbeitungung noch vier bis sechs weitere geben, wobei vor allem die Business-Grafik als zukunftsrächtig gilt. Rückläufige Tendenz sei im selben Zeitrau für den Bereich Textverarbeitung zu ewarten. Er werde zwar nicht völlig an Bedeutung verlieren, doch nehme er als einziger im Vergleich zu den anderen Anwendungsarten anteilmäßig ab. Eine große Zukunft prognostizieren die VDC-Experten der Electronic Mail, deren Einsatzmöglichkeiten auf dem Portable innerhalb der nächsten fünf Jahre werden sollen.