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18.02.2000 - 

Kommentar

Das Gespenst der Freiheit

Wie gern würden wir innovative Technik nutzen, wenn wir bloß nicht diese verdammten Altlasten mit uns herumschleppen müssten! Dieses Leid klagen sich die Chief Information Officers auf Flughäfen und in den Kaffeepausen der Konferenzen. Doch was ist solcher Ärger verglichen mit den Qualen, die Johann-Georg Hahn leidet?

Der Senior Project Manager, sprich: Projektkoordinator, der Cargolifter Communications GmbH, würde seinen wehleidigen Kollegen gern mal erzählen, wie schwer es ist, ganz ohne Altlasten auskommen zu müssen. Auf der grünen Wiese mit der Konzeption einer IT-Architektur zu beginnen - angeblich der Traum jedes Chefinformatikers - bedeutet, eine Unmenge von Grundsatzentscheidungen treffen zu müssen. Und jede einzelne ist von kaum überschaubarer Tragweite. Unbegrenzte Auswahl bedeutet auch unendliche Verantwortung. Welche Pflöcke soll ich einschlagen? Welche werden sich als Grundpfeiler einer funktionierenden IT-Architektur erweisen und welche bald als Altlasten?

Die Freiheit an sich kann uns Menschen eine Heidenangst einjagen. Das wissen wir nicht erst seit dem Fall der Berliner Mauer. Oder etwas boshafter ausgedrückt: Das Unangenehme am Fehlen der vielzitierten Sachzwänge ist, dass sie - sollte sich eine Entscheidung als falsch herausstellen - einfach nicht als Sündenbock zur Verfügung stehen. qua