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01.12.2014 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Das harte Geschäft mit den Druckern

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Nach über 20 Jahren im Verkauf von Druckern kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Hersteller unsere Kunden in die Abhängigkeit ihres MDS-Systems zwingen wollen. Aber das ist nicht das einzige Ärgernis.

Unter uns Verschwörungstheoretikern – glauben Sie auch an die geplante Obsoleszenz, wonach die Druckerhersteller absichtlich ein Ablaufdatum für den Drucker programmiert haben? Sie scheinen geschickter als noch vor fünf Jahren geworden zu sein, als man per Chip-Reset die Sache wieder richten konnte.

Nun fallen häufiger Bruchstellen beim Kartuschentausch auf, ständige Ausfälle durch irre Fehlermeldungen, mangelhafte und überteuerte Ersatzteile sowie schlechter Reparaturservice. Dabei wird der Schaden geschickt dem Verbrauchsmaterial in die Schuhe geschoben, das von der ohnehin meist knappen Garantiezeit ausgenommen ist.

Ein paar Veränderungen am Gehäuse, ein BIOS-Update und schon ist eine neue Druckergeneration auf dem Markt – möglichst noch billiger.
Ein paar Veränderungen am Gehäuse, ein BIOS-Update und schon ist eine neue Druckergeneration auf dem Markt – möglichst noch billiger.
Foto: vetkit - Fotolia.com

Vor allem mit den günstigen Druckern und Colorlaser-Multifunktionsgeräten einiger Samsung-Serien hat es einen unserer Kunden so hart getroffen, dass er nicht nur den Hersteller gewechselt hat, sondern auch gleich auf das Managed-Document-Service-System (MDS) des Konkurrenten Toshiba. Nicht weil er mit uns unzufrieden war, nein, weil er sich von der Hersteller-Hotline verschaukelt fühlte, die ihm erzählte, dass eine Bildeinheit nach 4.000 Seiten "aufgebraucht" wäre.

Die vier Geräte waren gerade mal ein paar Monate in Betrieb. Nun hofft er darauf, dass sein neuer MDS-Partner ihm weniger Ärger im Betriebsablauf verursacht.

Ein anderes Ärgernis: Ein paar Veränderungen am Gehäuse, ein BIOS-Update und schon ist eine neue Druckergeneration auf dem Markt – möglichst noch billiger. Hauptsache, der Toner des Vorgängers kann nicht mehr benutzt werden.

Warum machen Hersteller so etwas? Wegen der Stückzahlen, der Marktanteile? Ein falscher Weg, denn es leiden Händler und Marke.

Nach über 20 Jahren Druckerverkauf kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Hersteller unsere Kunden in die Abhängigkeit ihres MDS-Systems zwingen wollen. Mit Registrierung, Vertrag, via Cloud und ohne Händler. Und schon ist sie wieder da, die Verschwörungstheorie.

Mein Fazit: Wenn Service und Qualität stimmen, bleiben auch die Kunden treu. Aber im digitalen Zeitalter ist Qualität nur ein Kostenfaktor, der das unendliche Wachstum hemmt.
Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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