Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.09.1998 - 

Kolumne

"Das Heft nicht aus der Hand geben"

IT-Manager zu sein heißt leiden: Unter dem Jahr-2000-Problem, der Euro-Umstellung und der immer knapper werdenden Ressource Personal. Doch obwohl zeitkritisch, handelt es sich dabei um lösbare Einzelaufgaben. Die mittel- und _:langfristig wichtigste Frage lautet eher: Wie läßt sich die zunehmende Komplexität der IT beherrschen, so daß Unternehmen trotzdem Wettbewerbsvorteile erzielen können?

Das klingt nach der Quadratur des Kreises. Schließlich sind es nicht mehr einzelne funktionsreiche Applikationen, deren Einführung IT-Managern graue Haare beschert. Das Ineinandergreifen der unterschiedlichsten Systeme, Plattformen und Anwendungen bereitet Kopfzerbrechen. Mit Back-Office-Funktionalität ist es nicht mehr getan. Heute werden auch Vertrieb und Marketing automatisiert. Der nächste Schritt - dem E-Commerce sei Dank - besteht in der Computerisierung der Kundenbeziehung. Angesichts dieser vielfältigen Aufgaben raufen sich IT-Manager die Haare, besonders angesichts der Perspektive, daß die DV-Welt trotz Java, Windows oder verschiedener Rezentralisierungsbemühungen heterogen bleiben dürfte.

In dieser für Anwender schwierigen Situation drängen sich selbsternannte Systemintegratoren und Lösungsanbieter auf, die sich anheischig machen, die Komplexität der Systeme durch reibungslosen Betrieb zu verringern.

Strategisches Outsourcing scheint interessant - sollen sich doch die Dienstleister den Kopf über mein Problem zerbrechen. Leider aber sind die Anbieter bei weitem nicht so omnipotent wie sie sich darstellen. Sie scheren Anwender aus teilweise verschiedenen Branchen über einen Kamm, um Mengeneffekte auszunutzen und so Geld zu verdienen. Damit verlieren die Lösungen Flexibilität und sind nur ungenügend an die Bedürfnisse des Unternehmens angepaßt.

Letztendlich bleibt IT-Managern nichts anderes übrig, als die Komplexität mit einer klaren DV-Strategie zu bekämpfen. Konkrete Ziele müssen gesteckt, die Anzahl der Hersteller reduziert werden. Außerdem sind unternehmensweit gültige Standards zu setzen und eine sehr sorgsame Personalpflege zu betreiben. Geben IT-Manager angesichts der schwierigen Situation das Heft aus der Hand, sägen sie nicht nur am eigenen Ast. Sie setzen die Zukunft ihres Unternehmens aufs Spiel.