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16.01.1976

Das intelligente Offline-Laser-COM-System für die Mikrofilm-Datenbank

MÜNCHEN - Einen COM-Knüller wird es zumindest in den nächsten zwei Jahren nicht geben - der Trend geht zu intelligenten Offline-Systemen mit erhöhtem Bedienungskomfort, die Mikrofiches erzeugen. Eine "Neue Generation" könnte in drei bis fünf Jahren fällig werden. Darin sind sich die von CW befragten Anbieter von Systemen für Computer-Output on Microfilm (COM) einig: Der Fortschritt kommt mit kleinen Schritten.

CIM - Computer Input from Microfilm - wird in den nächsten zwei bis drei Jahren zumindest auf breiter Front nicht kommen. Bei Memorex meint man sogar, die Methode sei "ein nahezu totes Kind".

Die große Unbekannte bilden Laser-Beam-Recorder: "Die Filmhersteller liefern noch nicht das benötigte Material, das Laser-Licht ist zu intensiv für die bekannten Filmsorten. Diese Probleme liegen vor allem bei den Entwicklungsmaschinen und anderen Fragen der Film-Bearbeitung - sie betreffen oft gar nicht den COM-Hersteller", meint man bei Datagraphix-Meinung bei Neuerungen nicht zu erwarten - selbst ein Lasersystem könne nachträglich in eine bereits installierte Anlage mit modularem Aufbau eingesetzt werden. Fast überall wird an neuen Modellen mit Lasern gearbeitet.

Der Markt ist immer noch durch relativ viele Hersteller und verhältnismäßig kleine Stückzahlen gekennzeichnet - wenn auch Datagraphix meint, 1974/75 sei mit der hundertsten Installation in der Bundesrepublik der COM-Durchbruch gelungen. Aussichten auf kleine, einfache, aber billige Mini-COM-Systeme gibt es offenbar noch nicht.

Der Trend geht eher zur Leistungssteigerung, obschon die heutigen COM-Systeme so groß sind, daß oft nur fünf Prozent ihrer Kapazität genutzt werden. Bei Benson hofft man, die Auslastung von COM-Systemen dadurch verbessern zu können, daß außer dem Print- auch der grafische Output möglich ist, also die Produktion technischer Zeichnungen in COM-Form.

Der Preisverfall bei Minis und Micros wird nach Benson-Ansicht dazu führen, daß ein integrierter Minicomputer demnächst zur Standardausrüstung von COM-Systemen gehören wird: "COM muß analog der konventionellen Mikroverfilmung mittels Buchführungsrichtlinien geregelt werden. Wenn eine solche COM-Richtlinie kommt, wird sie bestimmt fordern, daß der Verfilmungsvorgang dokumentiert und damit die Nachvollziehbarkeit sichergestellt wird. Dazu ist ein Blattschreiber erforderlich, der von einem Mini- oder Micro-Rechner gesteuert werden muß."

Zu erwarten sind demnächst: Bei Benson eine Universalkamera, die jede Positionierung erlaubt. Bei Kodak neue Zugriffssysteme für Mikrofiche und Rollfilm sowie - diese Entwicklung gilt als Schwerpunkt - benutzerfreundliche Softwarepakete, mit denen auch die Fachabteilung umgehen kann. Bei NCR ein Duplikator, der 1000 Fiches pro Stunde vervielfältigt, ein Reader-Printer für Fiches und ein neues intelligentes COM-System. 3 M glaubt, daß bald neben der Magnetband-Eingabe auch die Eingabe von Platten realisiert wird.

Bei Agfa Gevaert glaubt man, daß Microfiche-Datenstanzen eine große Zukunft haben. - py