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Sonderausbildungsgänge für Abiturienten aller Couleur:


22.09.1989 - 

Das Interesse am Ingenieurberuf steigt

KÖLN (CW) - Deutsche Unternehmen greifen in puncto Mitarbeitersuche zur Selbsthilfe: Sie stellen 11 000 Sonderausbildungsplätze für Abiturienten zur Verfügung. Im Ingenieurbereich ist das Angebot der Firmen gegenüber 1987 um sechs Prozent gestiegen. Die praxisnahe Alternative zum Studium soll gute Karrierechancen bieten.

Ausgebildet werden die Abiturienten von mehr als 3000 Unternehmen in durchweg dreijährigen Kursen zu Wirtschafts-, Handels- und Mathematisch-Technischen Assistenten, Betriebswirten und Ingenieuren. Ein Ausbildungsgang kostet die Firmen rund 72 000 Mark. Die durchschnittliche monatliche Ausbildungsvergütung der Teilnehmer beträgt 1044 Mark. Nach Abschluß der Ausbildung belaufen sich die Gehälter im Schnitt auf 3408 Mark. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Untersuchung über Ausbildungsgänge für Abiturienten in der privaten Wirtschaft.

Im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereich werden 1990 58 Prozent aller Ausbildungsplätze angeboten. 1987 waren es noch 63 Prozent. Ein Plus dagegen ist im Ingenieurwesen festzustellen. Hier stieg der Anteil der Ausbildungsplätze von 12 Prozent im Jahre 1987 auf 18 Prozent. Die Ausbildungsplatz-Angebote für Mathematisch-Technische Assistenten und Ingenieur-Assistenten sind mit 24 Prozent in etwa gleich geblieben. Die meisten Sonderausbildungsplätze für Abiturienten gibt es in der Elektroindustrie mit rund 3900 und im Handel mit 2900.

Um einen Ausbildungsplatz bemühten sich im Durchschnitt 35 Abiturienten (1986 waren es 40). Mit 97 Bewerbern pro angebotenem Platz ist der Andrang in den kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Ausbildungsgängen am stärksten. Für die Ingenieurausbildung meldeten sich 39 Bewerber, für den Technischen Assistenten 20 Bewerber pro angebotenem Platz. Die wichtigsten Kriterien für die Vergabe der Plätze sind Zeugnisse, Tests und Einstellungsgespräche. Etwa acht Prozent der Betriebe nutzen bei der Eignungsbeurteilung der jungen Leute inzwischen ein Assessment-Center. Hier werden Fähigkeiten wie Selbständigkeit, Flexibilität, Urteilsfähigkeit, Ausdauer und Teamfähigkeit besonders unter die Lupe genommen.