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08.10.1999 - 

AT&T bietet neuen Service zur Integration der Netztechniken

Das Internet Protocol erobert auch die SNA-Bastionen

MÜNCHEN (CW) - Der Siegeszug des Internet Protocol (IP) macht vor der Systems Network Architecture (SNA) nicht halt: Künftig soll IP auch die Kommunikation zwischen auf Mainframes laufenden Anwendungen und Endgeräten sicherstellen.

Nach wie vor befinden sich zirka 70 Prozent aller unternehmenskritischen Daten weltweit auf Großrechnern. Da die für die Rechnerboliden geschriebenen Anwendungen zur Kommunikation mit den Endgeräten am Arbeitsplatz jedoch die von IBM entwickelte SNA benötigen, findet sich heute kaum ein Unternehmen, in dessen Netz dieses Protokoll nicht exisitiert. Nach Schätzungen von Sage Research liegt der Anteil von SNA am gesamten Netzverkehr in Firmen derzeit bei rund 27 Prozent.

Dadurch werden Netze komplexer, der Verwaltungsaufwand steigt. Die Industrie hat dieses Problem erkannt und arbeitet an Migrationsstrategien, um SNA durch IP zu ersetzen. Bereits heute gängig ist die Praxis, SNA-Daten zum Transport über IP-Netze zu tunneln, die Informationen also jeweils an einem Gateway in IP-Pakete ein- beziehungsweise wieder auszupacken. Künftig sollen Hosts direkt IP-tauglich werden - das erfordert allerdings in vielen Fällen auch das Umschreiben der auf den Rechenboliden laufenden Programme.

Um die WAN-Kommunikation von SNA-Daten auf IP zu trimmen, können Anwender auf Angebote wie das von AT&T Global Network Services zurückgreifen. Der Dienstleister verfügt nach dem Erwerb des IBM Global Network über eines der größten und leistungsfähigsten weltumspannenden Datennetze. Allein in Deutschland bedient das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge damit mehr als 2000 Kunden.

Als neueste Dienstleistung bietet AT&T Global Network Services nun in Zusammenarbeit mit Cisco die Integration von SNA-Anwendungen und -Daten in ein IP-basierendes Virtual Private Network (VPN) an. Das Angebot richtet sich in erster Linie an global agierende Unternehmen. Dank "Ciscoblue Maps" und "SNAview" aus dem Hause Cisco sollen nun verbesserte Funktionen zur Netzverwaltung zur Verfügung stehen. SNA-Geräte seien leichter zu erkennen, außerdem ließen sich so kritische SNA-Daten priorisieren und die Datenflüsse verbessern. Auf diese Weise soll das IP-Netz Antwortzeiten liefern können, wie sie Anwender von SNA her kennen.

Diese SNA-TCP/IP-Integration gibt es von AT&T momentan aber nur für den Weitverkehrsbereich. "Unsere Grenze ist der Router im Unternehmen beziehungsweise die LAN-Karte im Router", erklärt Martin Schütz, Director AT&T Global Network Services Central Region. Die Integration von SNA-Netzen auf IP will der Dienstleister in drei Stufen vollziehen: Zunächst werden SNA-Daten über IP transportiert. In einem zweiten Schritt folgt die Verwirklichung des IP-Zugangs direkt zum Host. Langfristiges Ziel ist es, ein komplett IP-basierendes VPN einzurichten, das SNA-Anwendungen und -Nutzer voll integriert (siehe Grafik). Die beiden letztgenannten Elemente der Strategie sind noch nicht umgesetzt.