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14.02.1997 - 

World Economic Forum in Davos

Das Internet schafft Konkurrenz für Traditionsbanken

Donald Tapscott, Online-Experte und Vorsitzender der Alliance for Converging Technologies, rechnet eigenen Angaben zufolge damit, daß in drei Jahren rund 18 Prozent der amerikanischen Haushalte das Internet nicht nur für ihre Bankgeschäfte, sondern auch zum Einkauf von Waren und Dienstleistungen nutzen werden. Da diese Klientel über ein relativ hohes Einkommen verfüge, stehe sie für etwa 30 Prozent der Kaufkraft beziehungsweise ein Marktvolumen von 255 Milliarden Dollar.

Eine ähnliche Entwicklung sieht William Brodsky, Vorstandsvorsitzender der Wertpapierbörse in Chikago, auch für den Aktienmarkt voraus. Hintergrundinformationen, die früher nur für geschlossene Benutzergruppen zugänglich waren, stünden heute jedermann zur Verfügung. In zehn Jahren würden voraussichtlich allein in den Vereinigten Staaten zehn Millionen Kunden ihre Börsen-Deals von ihrem Computer aus tätigen. Die traditionellen Bankhäuser bleiben hier außen vor.

Howard Davies, Vize-Governor der Bank of England, entwarf zudem die Vision eines Netzwerks, über das sich auch Individuen gegenseitig elektronisches Geld überweisen können. Daß diese Operationen von den Banken betrieben werden, sei mehr als fraglich.

Tapscott vermutete ebenfalls, daß sich bankfremde Organisationen diesen lukrativen Teilmarkt herauspicken könnten. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer "Todesspirale", in die die etablierten Finanzinstitute hineingerieten. Ihnen blieben möglicherweise nur die weniger gewinnträchtigen Marktbereiche und dazu die enorme Kostenbasis. Tapscotts Schlußfolgerung: "Die meisten Banken würden diesen Übergang nicht überleben."