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23.05.1997 - 

Kolumne

"Das Jahr 2000 - kein Problem ..."

Das Jahr 2000 - hören Sie bitte nicht auf zu lesen - wird in Ihrem Unternehmen nur in geringem Umfang zu IT-Problemen führen. Es geht lediglich darum, die Programmbestände zu durchforsten und hier und da ein paar Datumsfelder zu korrigieren. Tools gibt es genug, willige Berater, die ähnlich wie zur Postleitzahlumstellung das schnelle Geschäft wittern, sind ebenfalls massenhaft verfügbar.

So oder ähnlich müßte er wohl beginnen, der Artikel zum Thema Jahrtausendumstellung, den man in der Masse der Horrormeldungen noch wahrnehmen würde - natürlich, ohne ihm zu glauben. Eine solche Aussage würde in einer Zeit, in der die gesamte IT-Öffentlichkeit auf Katastrophe konditioniert ist, schlicht als Provokation gesehen.

Um nicht mißverstanden zu werden: Sicher wird die Anpassung der Anwendungen zu Problemen führen, vor allem dort, wo das Thema zu spät angegangen wurde. Es mag auch Fälle geben, in denen der unternehmerische Ruin die Folge eines zu laxen Vorgehens ist. Tatsache ist jedoch ebenfalls, daß sich Anbieter, Berater und Medien mit Katastrophenmeldungen zum Jahr 2000 glänzend in Szene setzen. Sie alle verdienen an der Endzeitstimmung prächtig.

Analysten verkaufen teure Studien und freuen sich über florierende Seminargeschäfte. Bei den Beratern füllen sich die Auftragsbücher - und wo das nicht der Fall ist, kommt der dezente Hinweis auf knapper werdende Kapazitäten; manche Kunden brauchen eben einen Tritt ...

Softwarehäuser erleben einen Aufschwung, vor allem wenn sie Umstellungs-Tools oder Standardsoftware anbieten. SAP, Baan, Oracle, Peoplesoft - alle setzen auf die Not der Firmen, die ihre IT-Anpassung nicht rechtzeitig bewältigen und im letzten Moment zum Rettungsanker Standardsoftware greifen. Hersteller von Datenbanken, Netz-Equipment und Hardware sind dabei immer mit im Boot. Auf diese Problemlösungen sollten sich Anwender nicht verlassen. Es gilt vielmehr, das eigene Know-how zu nutzen und, wo nicht vorhanden, schnellstmöglich aufzubauen. Jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt hat, weiß: Die Herausforderung ist weniger technischer als organisatorischer Art, sie kostet vor allem Zeit. Wer jetzt nicht beginnt, wird an den kostspieligen Angeboten der Hersteller nicht vorbeikommen.