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21.12.2005

Das Jahr der Multi-Core-Proze ssoren und der Virtualisierung

Im vergangenen Jahr stellten Intel und AMD ihre Doppelkernprozessoren für Server, Desktops und Notebooks vor. Damit konnte die x86-Architektur zur Risc-Konkurrenz - IBMs "Power-" und Suns "Ultrasparc"-Familie - aufschließen. In diesem Jahr dürften verstärkt Rechner mit diesen Chips auf den Markt kommen. So rechnet beispielsweise die Chipschmiede Intel damit, dass 70 Prozent ihrer verkauften Prozessoren zwei Rechenkerne enthalten werden.

Gleichzeitig setzen sich 32- und 64-Bit-fähige Prozessoren durch. Technisch ist AMD im Vorteil, aber Intel macht ihn durch schiere Größe wett. Immer mehr Anwender werden nach und nach ihre Software auf 64 Bit migrieren. Für Risc-Unix-Systeme entfällt ein Verkaufsargument.

Sun hatte Ende 2005 den "T1"-Prozessor aus der Ultrasparc-Familie vorgestellt, der mit acht abgespeckten Kernen arbeitet und in Web- und Netzinfrastrukturen arbeiten soll. Diese CPU zeigt einen weiteren Trend auf: die geringe Stromaufnahme. Einen anderen Weg beschreiten IBM, Sony und Toshiba mit dem "Cell"-Prozessor, der acht Rechenkerne enthält und auf Fließkommaberechnungen optimiert ist, wie sie bei grafiklastigen Applikationen nicht nur im Consumer-Umfeld vorkommen. Wichtig ist für alle Mehrkernprozessoren, dass sich die Softwareentwickler auf die neuen Architekturen einstellen und ihre Lizenzgebühren anpassen: Die Abrechnung nach CPU beziehungsweise CPU-Core ist passé.

Die Chiphersteller Intel und AMD werden in diesem Jahr zudem Prozessoren auf den Markt bringen, die Virtualisierungstechniken enthalten. Die unter den Bezeichnungen "Vanderpool" (von Intel) und "Pacifica" (von AMD) entwickelten Abstraktionsmodelle sollen es den PCs erlauben, mehrere Betriebssysteme parallel zu betreiben.

Im Speicherbereich wird diese Technik seit langem eingesetzt und von Companys wie Datacore vorangetrieben. Alle großen Speicherhersteller verfügen über Hard- und Software zur Virtualisierung der Datenbestände, denn damit können die Anwender sparen. Andrew Monshaw, IBMs Verantwortlicher für das Speichergeschäft, erwartet für 2006, "dass nicht die Virtualisierung, sondern die Vorteile davon verkauft werden". Generell wird für das neue Jahr ein weiter wachsender Speichermarkt prognostiziert, wobei ein Schwerpunkt auf billigeren Lösungen wie iSCSI liegen dürfte. (kk)