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13.12.1991 - 

Sony, Apple und Motorola kooperieren

Das japanisch-amerikanische Trio hat Multimedia im Auge

13.12.1991

TOKIO/MÜNCHEN (CW) - Im Bestreben, neue Märkte anzugehen, sucht Sony - schon jetzt Riese in der Unterhaltungs-Elektronik - verstärkt die Zusammenarbeit mit Apple. Auch das Ziel scheint festzustehen: ein Multimedia-PC, der Ende 1993 produktionsreif sein soll.

Die enge Beziehung zwischen dem kalifornischen Rechnerhersteller und dem japanischen Mischkonzern war bereits in der Vergangenheit ins Zentrum des Interesses von Marktbeobachtern geraten (vgl. auch CW Nr. 48 vom 29. November 1991, Seite 27: "Apple setzt sich..."). Insidern war nicht entgangen, daß sich die Stärken der beiden Unternehmen für zukünftige gemeinsame Anstrengungen gut zusammenfügen ließen. Erstes Ergebnis der Zusammenarbeit ist der Notebook-Rechner "Powerbook 100", den beide gemeinsam entwickelt haben und der von Sony für Apple produziert wird.

Jetzt haben die Japaner mit der Sculley-Company sowie mit Motorola ein Abkommen geschlossen, demzufolge man ein auf PC-Technologie basierendes Multimedia-System entwickeln will, das Bewegtbilder, Sprache sowie herkömmliche Daten verarbeiten kann.

Alle drei Unternehmen haben sich allerdings zu den Berichten bislang nicht äußern wollen. Renate Knüfer, Apple-Sprecherin für die deutsche Niederlassung, sah sich ebenfalls nicht imstande, einen Kommentar abzugeben.

Wie die japanische Finanz- und Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" weiter ausführt, würden sich Sony und Motorola mit einem Aktienanteil an der Apple-Tochter, General Magic Inc. aus dem kalifornischen Cupertino beteiligen. General Magic, an der die Apple-Computer Corp. einen Minderheitsanteil besitzt, war erst im Juli dieses Jahres von ehemaligen Apfel-Mitarbeitern aus der Taufe gehoben worden.

Motorola als Dritter im Bunde ist bislang nicht nur Apples einzige Quelle für CPUs, das Unternehmen aus dem US-amerikanischen Schaumburg zählt auch zu den bedeutenden Entwicklern von digitalen Zellular-Einrichtungen.

Das Trio will sich darüber hinaus der Potentiale weiterer Unternehmen versichern: So versuchten die drei - ebenfalls laut "Shimbun"-Mitteilung -, neben Toshiba, Matsushita Electric Industrial Corp. und AT&T auch Big Blue zu einer Kooperation zu animieren.