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07.02.2003 - 

Kleine Firmen auf der Linux-World: Gute Software, wenig Marketing

Das Linux-Produktangebot wird professioneller

NEW YORK (CW) - Während die großen IT-Anbieter die Linux-World mit zahlreichen Produktvorstellungen dominierten, hatten auch kleinere Firmen beachtenswerte Neuerungen zu melden.

Die Startups aus der Open-Source-Ecke waren auf der New Yorker Linux-World nicht zu beneiden. Die Größen der Branche übertrumpften sich gegenseitig mit umfassenden Ankündigungen von Neuigkeiten (siehe CW 5/03, Seite 14). Doch einigen Kleinen gelang es, in die PR-Phalanx einzubrechen.

Vor allem das schwedische Unternehmen MySQL AB sorgte mit der Version 4.1 des transaktionsfähigen relationalen Datenbank-Management-Systems (DBMS) "MySQL" für Aufsehen. Das neue Release macht Subselects möglich. Mit solchen verschachtelten Abfragen, auch als Subqueries bekannt, lassen sich komplexe Daten deutlich schneller und einfacher durchsuchen als mit normalen Queries. Anwender können mehrere Anfragen in einem SQL-Befehl zusammenlegen, um beispielsweise bereits gewonnene Ergebnisse unter einem zusätzlichen Gesichtspunkt zu durchleuchten oder Ergebnisse zueinander in Beziehung zu setzen.

Weil MySQL häufig in die Anwendungen anderer Softwarehäuser integriert wird, hat das Unternehmen die Server-Bibliothek der Datenbank verbessert. Sie benötigt jetzt weniger Arbeitsspeicher und ist nach Angaben der Schweden wesentlich schneller. Außerdem wurde die Datenübertragung zwischen Client und Server sicherer. Während sie bisher nur durch eine umgebende Firewall geschützt war, kann jetzt der "mysqld"-Server-Prozess selbst Secure Sockets Layer (SSL) verwenden.

MySQL 4.1 unterstützt Unicode durch die internationalen Zeichensätze UCS2 und UTF8, was das Handling internationalisierter Daten vereinfacht. Durch Verwendung von B-Tree-Indizes für "In-Memory-Tabellen" ergeben sich bessere Abfragezeiten. Einen weiteren bedeutenden Schritt, der die quelloffene Datenbank für professionelle Umgebungen attraktiver machen dürfte, hat das Unternehmen für Ende dieses Jahres angekündigt: Dann soll die Hauptversion 5.0 erscheinen, die Eigenschaften wie Stored Procedures und Trigger enthalten wird.

Ein weiterer Schub könnte von Emic Networks, San Jose, kommen. Die Firma hat ihr fehlertolerantes und hochverfügbares "Emic Application Cluster" (EAC) zur Steuerung Intel-basierender Cluster auf MySQL optimiert. Außerdem trat das Unternehmen mit einer EAC-Version für Apache auf, die mehrere physische Web-Server zu einem einzigen logischen Hochleistungsrechner zusammenfasst. Das sorgt für eine bessere und gleichmäßigere Auslastung der Ressourcen.

Die Firma Opsware, ehedem unter dem Namen Loudcloud und mit Geld von Netscape-Gründer Marc Andreessen gestartet, hat ihr gleichnamiges System-Management-Tool auf Linux gebracht. Opsware vereinfacht unter anderem die Verteilung von Software auf viele Computer. Ebenfalls im Management-Bereich ist Corosoft Inc. aktiv. Das Unternehmen hat eine Suite von Tools zur Administration von Linux-Umgebungen herausgebracht. Sie macht es möglich, Gruppen von Rechnern zu einem zentral administrierten System zusammenzufassen. Bei Ausfall eines Computers übernehmen die anderen vorübergehend die Arbeitslast. (ls)