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22.07.2016 - 

Microsoft McLaren

Das Lumia 1030, das niemals war – im Test!

Nokias kultverdächtiges Kamera-Smartphone Lumia 1020 hat unter Microsoft nie einen offiziellen Nachfolger erhalten. Jetzt bekam ein Technikblog einen funktionstüchtigen Prototyp des Lumia 1030 mit 3D-Touch-Display zugespielt – und testete ihn ausführlich.
Windows Central hat ein Vorserienmodell des Lumia 1030/935 (Codename McLaren) zugespielt bekommen.
Windows Central hat ein Vorserienmodell des Lumia 1030/935 (Codename McLaren) zugespielt bekommen.
Foto: Screenshot/Windows Central

Schon im Juni 2014 kursierten Gerüchte um einen Nachfolger zum Nokia Lumia 1020, den Microsoft nach der Übernahme des Smartphone-Geschäfts der Finnen weiter entwickeln und mit eigener, neuartiger Bedientechnik erweitern wollte. Erschienen ist das Gerät mit dem Codenamen McLaren allerdings nie, obwohl bereits ausführliche Informationen zu Microsofts 3D-Touch-Steuerung und sogar Fotos erschienen sind. Im April dieses Jahres machte dann ein Video aus China die Runde, in dem die Bedienung anhand eines Prototyps näher vorgeführt wird. Jetzt hat das Technikblog Windows Central eines dieser wenigen Vorserienmodelle zugespielt bekommen und kann somit nicht nur alle Eckdaten, sondern auch einen seltenen Test zum Lumia-Smartphone vorweisen, das es nie zu kaufen geben wird.

Das Design des McLaren ist bereits aus früheren Leaks bekannt, es orientiert sich am geistigen Vorgänger Lumia 1020. Die Rückseite besteht hauptsächlich aus Metall, viel mehr ins Auge sticht allerdings das große Kameramodul, das erneut die Schriftzüge Pureview und Zeiss trägt. Anders als am Lumia 1020 ist kein Xenon-Blitz, sondern ein Dual-LED-Blitz verbaut. Der Bildsensor soll zudem Fotos nicht mit 40, sondern nur mit 20 Megapixel auslösen - im unfertigen Prototyp sind Aufnahmen sogar nur mit 8 Megapixel möglich. Der Platz wird dabei offenbar nicht von einem besonders großen Sensor, sondern von einem optischen Bildstabilisator eingenommen, den Microsoft für Lumia 950 und Lumia 950 XL auf ein erträgliches Maß geschrumpft hat.

Beim Display des McLaren handelt es sich um ein IPS-Panel mit einer Diagonale von 5,5 Zoll und Full-HD-Auflösung. Spannend daran ist aber vor allem die 3D-Touch-Steuerung: Sie vertraut im Gegensatz zu Apples 3D Touch darauf, dass die Bildschirminhalte gerade nicht berührt, sondern durch Halten des Fingers über dem Display besondere Aktionen ausgeführt werden. Einige der Live Tiles würden demnach "explodieren" und ein Untermenü mit besonderen Schnellzugriffen freigeben, wenn der Finger nur darüber schwebt. Das Smartphone erkennt zudem, wenn es von der Hand des Nutzers umschlossen oder gar gequetscht wird, und reagiert entsprechend darauf - beispielsweise, indem die automatische Bildschirmrotation für den Moment deaktiviert wird. Viele Features funktionieren laut Windows Central auch am Prototyp, allerdings nicht ganz zuverlässig.

Bedienkonzept hat sich Nutzern nicht erschlossen

Ein Grund dafür, dass Microsoft die 3D-Touch-Technik nicht weiter verfolgt hat und womöglich auch das gesamte McLaren-Projekt eingestampft hat, liegt laut Insidern darin, dass sich Testpersonen und App-Entwicklern gleichermaßen das Bedienkonzept nicht erschlossen hat. Ein anderer könnte schlicht darin liegen, dass bereits der unfertige Prototyp mit einem betagten Chipsatz - nämlich dem Snapdragon 800 mit 2 GB RAM - ausgestattet war und es mit der Konkurrenz schwer gehabt hätte. Im Fazit spricht Windows Central dem McLaren-Protoyp das Potenzial zu einem spannenden Smartphone zu, betont aber, dass 3D Touch allein dem mutmaßlichen Lumia 1030 wohl nicht zum Erfolg verholfen hätte.

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