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09.07.1993

Das Maerchen vom homogenen Netz

Geht es um die Interoperabilitaet heterogener Netze und Plattformen, so kommt sich der Chronist zur Zeit auf so mancher Pressekonferenz vor wie der Prinz in 1001 Nacht: Es ist richtig maerchenhaft, wie manche Hersteller den Anwendern eine Zukunft ohne Sorgen versprechen.

Neu in den Reigen der Maerchenerzaehler reihte sich jetzt Novell mit der Ankuendigung seiner Version der eierlegenden Wollmilchsau ein. Appware als Multitalent fuer alle Plattformen zur Entwicklung einheitlicher Anwendungen im gesamten Netz - einfach herrlich. Und das eintraechtig neben Konzepten wie Wosa und OSI gepaart mit Noordas Marketing-Formel vom Networking als der friedlichen Zusammenarbeit aller mit allen.

Doch halt, zurueck zur Wirklichkeit und zu der Frage, wer Appware unterstuetzt? Hier bruestet sich der LAN-Marktfuehrer mit Borland, Oracle, Wordperfect und anderen. Alles Namen, die schon aus verschiedenen Allianzen bekannt sind; Buendnisse die meist nur ein Ziel kannten: alle gegen einen, naemlich Microsoft. Appware also nur eine weitere Facette des Clinches zwischen Novell und Microsoft? Dem Anwender kann das egal sein. Denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschaeft und verdirbt den Herstellern ihre gesalzenen Preisvorstellungen.

Entscheidend ist vielmehr, ob die Benutzer wirklich einheitliche Anwendungen im gesamten Netz brauchen, die andererseits keinen Platz mehr fuer die individuellen Beduerfnisse des einzelnen Users lassen und die hardwarespezifischen Plattformen leistungsmaessig nicht voll ausnuetzen. In einer heute eher dokumentenorientierten DV-Welt reichen ja wohl Standards wie OSI oder ODA zum Dokumentenaustausch aus.+ hi