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01.11.1996 - 

Netz-Management

Das Netz: Teure Wunderwaffe

Mit dem Unternehmensnetz ist das so eine Sache. Gegen Ende der 80er Jahre, als die Vernetzungswelle ins Rollen kam, zählte es zum guten Ton, ein Network zu installieren. Geschürt wurde dieser Boom durch den Trend zum Client-Server-Computing. Aus dem guten Ton wurde rasch ein schlagkräftiges DV-Argument: das Netz als Wunderwaffe nicht nur für den schnelleren und effizienteren Austausch von Daten, sondern auch als wesentlicher Produktionsfaktor.

Gewiß hat die Vernetzung in vielen Unternehmen überwiegend das gehalten, was sich IT-Manager davon versprachen. Es besteht aber auch kein Zweifel, daß sie allzuoft auf die leichte Schulter genommen wurde. Netzwerke, das stellte sich schnell heraus, laufen eben nicht so nebenbei, erst recht nicht, wenn sie in einer heterogenen Systemwelt installiert sind und metastasenartig wachsen. Das Network-Management geht richtig ins Geld. Bis zu 80 Prozent des Budgets entfallen allein auf Personalkosten.

Heute sind Firmen ab einer bestimmten Größenordnung von funktionierenden Netzen abhängig und sollten sie deshalb auch generalstabsmäßig planen. An Netzwerk-Management-Systemen führt da kaum mehr ein Weg vorbei, möchte man glauben, aber die Realität straft uns Lügen. Eine CW-Umfrage ergab, daß immerhin 40 Prozent der Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern noch auf eine Management-Lösung verzichten.

Was sind die Gründe dafür? Taugen die angebotenen Systeme nichts? Warten die Verantwortlichen auf Lösungen wie Corba, oder tragen sie sich gar mit dem Gedanken, ihre Netzverwaltung in fremde Hände zu legen? Antworten auf diese Fragen soll der Schwerpunkt liefern. Wichtig ist jedoch, das Netz-Management nicht um jeden Preis zu realisieren. Werden die eingesetzten Technologien nicht beherrschbar, kommt der Anwender vom Regen in die Traufe.