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17.09.1993

Das oekonomische Prinzip - nichts anderes Auch hierzulande verstehen sich Gurus auf knackige Statements.

Wir zitieren* die in Deutschland wohl bekanntesten: Professor Arnold Picot, Ludwig Maximilians-Universitaet, Muenchen, und Professor August-Wilhelm Scheer, Universitaet des Saarlands.

Im Grunde genommen ist die Forderung nach "Schlankheit" nichts anderes, als das oekonomische Prinzip wiederzuentdecken, naemlich einen bestimmten Ertrag mit einem moeglichst geringen Aufwand zu erzielen. Und es kann sein, dass hier die Unternehmen - bewusst oder unbewusst -, und damit auch die Informationsverarbeitung, gesuendigt haben. (Scheer)

Ganz wichtig ist, dass am Anfang der Diskussion ueber das Verhaeltnis zwischen Lean-Management und DV-Organisation die Frage steht, ob die Basisorganisation als lean gelten kann, entweder in ihrem aktuellen oder in ihrem konzipierten Zustand. Daraus erst ergeben sich die Informationsverarbeitungsbeduerfnisse, die dann noch zu organisieren sind. (Picot)

Wir muessen verhindern, dass wir in eine Dezentralisierungseuphorie hineinstolpern. Diese kann dazu fuehren, dass fuer einzelne Prozesse in sich geschlossene, "schlanke Informationssysteme" entstehen. Die koennen aber nur unter grossen Schwierigkeiten mit anderen, ebenfalls dezentralisierten Systemen verbunden werden, obwohl sie insgesamt eigentlich zu einer einheitlichen, uebergreifenden Prozesskette gehoeren. (Scheer) In Zukunft, und das ist eine Folge dieser Lean-Diskussion, werden die produktiven Komponenten der zentralen Bereiche staerker in die dezentralen Einheiten verlagert. Die Koordinationsverantwortung kommt nun in der Zentrale viel staerker zum Tragen. Damit einher geht auch eine steuernde Komponente, die Standards setzt. Ploetzlich ist damit nicht mehr der hemdsaermelige Produktionschef in der DV gefordert, sondern vielmehr der IV-Stratege. Er koordiniert mit harter Hand und verhindert das Insel-Problem.(Picot)