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19.11.1982 - 

Der Druckermarkt für Tischcomputer:

Das papierlose Büro ist eine Fiktion

MÜNCHEN (pi) - "Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen." Dieses Faust-Zitat zeigt, einer Siemens-Information zufolge, daß die Darstellung von Texten und Daten auf dem Bildschirm allein nicht ausreicht. Man braucht die flüchtige Information, festgehalten auf Papier.

Mit der wachsenden Verbreitung von Informations-, Daten- und Textsystemen wird auch der Bedarf an Druckern in Zukunft eine immense Steigerung erfahren. Während sich der Druckermarkt 1981 weltweit noch auf 1,5 Millionen Geräte beschränkte, ist nach internationalen Studien und nach Ermittlungen von Siemens im Jahre 1986 mit einem Absatz von 5,5 Millionen Druckern, zu rechnen. Dies bedeutet ein jährliches Wachstum von 30 Prozent. Gemeint sind seriell arbeitende Zeichendrucker, also nicht Zeilen- und Seitendrucker. Greift man bei den Zeichendruckern die für die Zusammenarbeit mit Tischcomputern (Desk Top Computer) bestimmten Geräte heraus, läßt sich in diesem Teilbereich sogar ein Wachstum von zirka 40 Prozent absehen.

Der genannte Bereich, der beispielsweise die breite Palette der Home- und Personal Computer umfaßt, ist gekennzeichnet durch sehr unterschiedliche Anforderungen an den Drucker hinsichtlich Qualität, Geschwindigkeit und natürlich auch Preis. Die denkbaren Einsatzfälle unmittelbar am Arbeitsplatz reichen vom Büro über das Entwicklungslabor, die Materialprüfstelle und die Kfz-Montagehallen bis hin zur Intensivstation im Krankenhaus. Neben den schon vorher genannten Kriterien bestimmen im Einzelfall noch weitere Eigenschaften die Beurteilung des richtigen Druckers, so beispielsweise die Papierbehandlung, die Verfügbarkeit und - immer wichtiger werdend - die Geräuschentwicklung.

Das Preis-/Leistungsverhältnis der Drucker wird durch zusätzliche Ausstattung beziehungsweise Erhöhung der Druckergeschwindigkeit weltweit weiter verbessert. Zudem werden große Anstrengungen unternommen, um die wesentlichen Nachteile der am stärksten verbreiteten Druckertechnologien - Typenrad (Ganz-Zeichen-Druck) und Rasterdruck - zu verringern. Der Zeichenvorrat am Typenrad wird durch Doppelbelegung und Mehrfachdruck erhöht, die Druckqualität bei Rasterdruck durch Mehrfachdruck verbessert. Diese Entwicklung zeichnete sich bereits in den letzten Jahren ab und zeigte sich auf der Hannover-Messe 1982.

Der Farbdruck und der schnelle, lautlose Schönschriftdruck sind weitere erstrebenswerte Entwicklungen. Auf der Basis des Tintendruckers wurde bei Siemens bereits ein Prinzipmuster eines Farbdruckers entwickelt, bei dem mit drei farbigen Tinten (zyan, magneta, gelb) durch Mehrfachdruck sieben Farbtöne (zyan, magneta, gelb, rot, grün, orange und schwarz) gedruckt werden können. Für die "Schönheit" entwickelt Siemens derzeit ein hochauflösendes Tintendruckwerk. Prinzipmuster mit 28 Düsen für japanische und chinesische Schriftzeichen wurden schon aufgebaut und sind bei Kunden und im Hause in Erprobung.

Informationen: Siemens AG, Postfach 103, 8000 München 1, Tel.: 089/2341.