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Gastkommentar


03.10.1997 - 

Das Paradox des 21. Jahrhunderts

Zweierlei soll das 21. Jahrhundert nach verbreiteter Auffassung werden: ein Informationszeitalter und eine asiatische Ära. Beide Prognosen sind so häufig zu lesen, daß viele Leute sie für bare Münze nehmen. Warum geht es dann mit den asiatischen Währungen bergab, stagnieren dort Zinssätze und Aktienkurse?

Anfang der 90er Jahre wurde die US-Wirtschaft weltweit angeprangert. Begeisterung herrschte indes über die asiatischen - insbesondere die japanischen - Wirtschaftsmethoden. Im gleichen Atemzug wurde den US-Unternehmen vorgeworfen, sie seien geldgierig, kurzsichtig und zu stark auf die Wallstreet fixiert. Auch monierte man "blindes Vertrauen in die freie Marktwirtschaft" und tatenloses Zusehen, wie die scheinbar brillanten Bürokraten in Asien die Strategie für den endgültigen pazifischen Triumpf entwickelten.

Selten hat die Volksmeinung derart geirrt: Amerika hat seine Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen. Viele Faktoren haben dazu beigetragen, wobei der Technologieeinsatz von nahezu allen seriösen Analysten ganz weit oben eingestuft wird: In den USA kommt der Computer weit mehr zum Zug als bei jedem anderen Konkurrenten.

Vieles spricht dafür, daß jahrzehntelange Investitionen in die DV-Anlagen der Unternehmen in den frühen 90er Jahren eine kritische Masse erreichten, die dann die entscheidenden Veränderungen in den Organisationen auslöste. Seither ist die amerikanische Wirtschaft in einem ständigen Aufwärtstrend, während weite Teile Asiens drei bis fünf Jahre hinterherhinken. Und der Abstand wird größer. Informationszeitalter und asiatische Ära bleiben zwei Paar Schuhe, die nicht zueinander passen.