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20.09.1996 - 

750 Millionen Dollar für Netzsicherheit

Das Pentagon rüstet sich gegen Hacker

Erschrocken stellten die Sicherheitsbeauftragten des Verteidigungsministeriums fest, daß 65 Prozent der30 000 im Pentagon installierten Rechner für geschickte Hacker zugänglich sind. Wie die Tests darüber hinaus zeigten, stehen die Chancen für Eindringlinge auch deshalb gut, weil die System-Administratoren kaum Zeit haben, sich um solche Probleme zu kümmern. So blieben die entsprechenden Monitore 96 Prozent des Tages über unbeobachtet.

Als Sisyphusarbeit beschreibt Sarah League, stellvertretende Kommandeurin des Pentagon-Zentrums für Informationssicherheit, ihre Aufgabe: "Wir können gar nicht so schnell Firewalls aufbauen, wie wir von Eindringlingen überlistet werden." Hinzu kommt, daß sensible Institutionen wie das Pentagon bei Hackern als bevorzugtes Ziel gelten, um das eigene Können unter Beweis zu stellen. Das US-Verteidigungsministerium registriert täglich rund 1000 Internet-Zugriffe. Um sich zu schützen, hat das Pentagon jetzt ein mit 750 Millionen Dollar ausgestattetes und über fünf Jahre laufendes Projekt in Angriff genommen.

Bekanntgegeben wurde diese Maßnahme anläßlich einer Konferenz in Arlington, die bezeichnenderweise den Titel "Information War Conference" trug. Dort beklagten sich auch andere Anwender wie etwa die Citibank über Sicherheitslücken. Anbieter von unsicherer Internet-Software sowie ahnungslose User werden in diesem Zusammenhang als die größten Risikofaktoren genannt. Russische Hacker hatten bei der amerikanischen Großbank im vergangenen Jahr zehn Millionen Dollar erbeutet.