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23.09.2014 - 

Der CP-Querschläger

Das perfekte E-Haus dauert noch

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Ziemlich enttäuscht von den Fortschritten rund um das "vernetzte Haus" zeigt sich der CP-Querschläger in seiner aktuellen Kolumne. Obwohl es neue und clevere Ansätze gibt, wie er weiß.

Wie viele Jahre sind das jetzt schon, seit die vereinigte weiß-braune Branche sich im eHome, dem vernetzten Haus, probiert? Wie aus den Anfängen der Videozeit bekannt oder auch dem Systemchaos bei den ersten DVD-Recordern, versuchte es jeder erst einmal mit seinem eigenen Anschluss. Mit dem üblichen Erfolg bei proprietären Systemen – keinem.

Die Frage "ob die Waschmaschine schon fertig ist?" wäre ja noch sinnvoll, aber wie oft ich Kochwäsche habe, muss die Cloud nicht wirklich wissen, oder?
Die Frage "ob die Waschmaschine schon fertig ist?" wäre ja noch sinnvoll, aber wie oft ich Kochwäsche habe, muss die Cloud nicht wirklich wissen, oder?
Foto: AVM

Auf der Suche nach einem gemeinsamen Standard hat die technische Entwicklung die Bürokratie gleich mehrfach überrundet. Obwohl seit dem Millennium über das "vernetzte Haus" schwadroniert wird, hat sich außer der TV-Verkabelung – die es auch schon analog gab – und der IT-Vernetzung nicht wirklich viel getan. Da gibt es die Kaffeemaschine mit App, den einkaufenden Kühlschrank (bitte nicht wirklich!) und den Herd, der auf dem iPhone klingelt, wenn das Essen fertig ist. Alles funkt via Cloud – ein Fortschritt?

Alarmanlagen, die mit dem Telefon und dem Notruf verbunden werden, Zeitschaltuhren, die Rollläden steuern und Licht oder Wärmesensoren, die mit simplen Schaltungen für Beschattung sorgen. Das alles gibt es schon eine Weile, also wo ist da die immer wieder zitierte Intelligenz?

Das Haus von Bill Gates hat schon seit zig Jahren Schaltungen, die beispielsweise das Licht ausmachen, wenn der Raum verlassen wird. Das ist "smart". Oder das Sharp-Haus-Projekt, welches mit Gleichstromgeräten ausgestattet sein soll, um die verlustreiche Umwandlung von selbsterzeugter Solar- oder Windenergie in Wechselstrom zu vermeiden. Echt clever und ein neuer Ansatz – wenn es mal realisiert würde!

Aber für uns Normalverbraucher und -bezahler sehe ich kaum Fortschritte. WLAN und Daten über das Stromnetz übertragen – gähn! Rauchmelder, die über Funk verbunden sind? Wehe wenn sie losgelassen! Und es ist ein Glücksspiel, gleichzeitig HD-TV aufzunehmen und zu sehen. Es ruckelt noch bei der Heimvernetzung – und vor allem bei der dort notwendigen Datensicherheit.

Mein Fazit: Nur wenige werden sich ein Haus bauen, um die vaporisierte Vernetzung und "Vercloudung" zu realisieren. Auch hier ist "ohne Wolke" die bessere Lösung, denn es geht um unseren privatesten Schutzraum – das Heim.

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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