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13.10.2008 - 

Datenqualität lautet das Gebot der Stunde

Das Plankton der Informationskette

Christoph Witte ist freier Publizist und Kommunikationsberater.
Christoph Witte arbeitet als Publizist, Sprecher und Berater. 2009 gründete er mit Wittcomm eine Agentur für IT /Publishing/Kommunikation. Hier bündelt er seine vielfältigen Aktivitäten als Autor, Blogger, Sprecher, PR- und Kommunikationsberater. Witte hat zwei Bücher zu strategischen IT-Themen veröffentlicht und schreibt regelmäßig Beiträge für die IT- und Wirtschaftspresse. Davor arbeitete er als Chefredakteur und Herausgeber für die Computerwoche, Deutschlands wichtigster IT-Publikation für Unternehmen. Außerdem ist Witte Mitbegründer des CIO Magazins, als dessen Herausgeber er bis 2006 ebenfalls fungierte.
Mangelnde Datenqualität recht sich auf allen weiteren Stufen der Informationsverarbeitung. Deshalb muss alles getan werden, um sie zu verbessern

Hätte eigentlich die Nutzung guter Analysewerkzeuge die alles beherrschende Finanzkrise verhindern oder mildern können? Wahrscheinlich nicht. Zum einen liefen die Banker zum Teil sehenden Auges in die Katastrophe, zum anderen wäre wohl die Qualität der zugrunde liegenden Daten für realistische Aussagen zu schlecht gewesen. Letzteres ist zwar nur eine Vermutung, aber warum soll es den Bankern anders gehen als vielen anderen Branchen? Nicht umsonst beklagen CIOs immer wieder die fehlende Korrektheit der vorliegenden Stammdaten - meistens natürlich die der anderen.

Obwohl Daten, dieser informationstechnische Urstoff, die Rohmasse bilden für alle Applikationen und analytischen Systeme, wird viel zu wenig auf ihre Qualität geachtet. Eigentlich müsste jedem klar sein, was eine Verschmutzung dieses informationstechnischen Planktons für die anderen Systeme in der Nahrungskette bedeutet, in denen sich die Gifte anreichern. Datenfehler führen zu Fehleinschätzungen des Kundenverhaltens in Produkt- und Absatzmärkten. Auch Supply Chains können durch fehlende oder falsche Daten empfindlich gestört werden und so die richtigen Produkte nicht zur richtigen Zeit und Menge am richtigen Ort sein. Aber entweder legen nur die wenigsten Verantwortlichen Wert auf einen sauberen Rohstoff, oder sie haben wegen der großen Schwierigkeiten aufgegeben, ihn herzustellen. Was am Anfang

im eigenen Unternehmen noch einfach klingt, aber da schon schwer genug ist: ein einheitliches Modell für alle Daten zu schaffen, wird zwischen den Unternehmen noch schwerer. Doch trotz der großen Schwierigkeiten müssen sich Unternehmen verstärkt dieser Anstrengung unterziehen. Saubere Daten sind umständlich, langwierig und teuer, aber sie rechnen sich.

Daten sind neben Kapital und Arbeit ein wesentlicher Produktionsfaktor, und wenn die nicht stimmen, gerät unsere Welt aus den Fugen - womit wir endlich wieder bei der globalen Finanzsituation, der Mutter aller Krisen, gelandet wären.

Weitere Meinungsbeiträge und Analysen finden Sie im Blog des Autors unter www.wittes-welt.eu.