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18.09.1987 - 

Mitarbeiter müssen verstärkt neue Techniken beherrschen:

Das Qulifikationsniveau ist entscheidend

KÖLN (CW) - Die zunehmende Durchdringung der Arbeitswelt mit Mikroelektronik verändert die Arbeitsanforderungen, die Organisation der Arbeit selbst sowie die Kommunikationsstruktur der Unternehmen. Doch wie das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln feststellte, ist letztendlich allein eine langfristige Planung der Mitarbeiterqualifizierung entscheidend für Erfolg und Mißerfolg des Technik-Einsatzes.

Die Industrie muß verstärkt Konzeptionen entwickeln, die Unternehmensziele und betriebliche Bildungsplanung miteinander eng verzahnen, berichtet das Kölner Wirtschaftsinstitut. Immer stärker werde der technische Fortschritt das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter in den Vordergrund rücken, da moderne Maschinen allein keinen Erfolg garantieren könnten. Die Belegschaft müsse die Neuerungen zum einen akzeptieren und auch mittragen, zum anderen aber auch in der Lage sein, die neuen Techniken zu beherrschen. Was in vielen Betrieben nahezu unberücksichtigt geblieben wäre, trete nun verstärkt ins Bewußtsein: Personalplanung und - als deren integraler Bestandteil - die betriebliche Bildungsplanung müßten langfristig mit der Produktions- und Investitionsplanung vernetzt werden. Modelle für eine solche Integration sind, stellen die Kölner Wirtschaftsforscher fest, von einigen Unternehmen bereits entwickelt worden. Voraussetzung sei allerdings, daß das Grundproblem, nämlich die betriebliche Bildungsplanung mit der Beschäftigung zu vernetzen, gelöst wird. Bisher würden die meisten Firmen zwar eine systematische lang- oder mittelfristige Planung im Investitions-, nicht aber im Personal- und Bildungsbereich kennen, so das Institut der deutschen Wirtschaft.

Dieses Manko bestätigt denn auch eine Untersuchung der Universität Paderborn im Jahre 1985 (befragt wurden in 80 bundesdeutschen Großunternehmen die für die Weiterbildung Verantwortlichen). So überwiegt in den Firmen die kurzfristige, das heißt halbjährlich bis jährlich durchgeführte Ermittlung des Weiterbildungsbedarfs. Diese Adhoc-Planung führt nach Ansicht der wissenschaftlichen Mitarbeiter bei zunehmendem Technik-Einsatz unweigerlich zu größeren Problemen: Wird beispielsweise zunächst eine neue Technik, wie etwa ein CAD-System oder eine CNC-Maschine im Betrieb eingesetzt, der Mitarbeiterstab aber erst nachträglich weiterqualifiziert, kann das zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Deshalb erforderten Veränderungen der Qualifikationsstruktur, wie sie beim Einsatz moderner Techniken bewirkt würden, einen großen Vorlauf der betrieblichen Bildungsarbeit. Tatsache aber sei, daß die rechtzeitige Abstimmung des Technik-Einsatzes mit der Qualifikationsplanung heute noch zu den Stiefkindern der Unternehmenspolitik gehöre. Eine Ausnahme hierbei bilden nach Aussage der Paderborner Analysten vor allem Unternehmen der Automobilindustrie. Sie setzten nämlich bereits seit längerem moderne Techniken ein und seien demzufolge gezwungen, neue Instrumente der Bildungsplanung zu entwickeln.

Als ein positives Beispiel präsentiert die Paderborner Universität die AEG in Frankfurt: Hier wird die problemorientierte Personalqualifizierung durchgeführt. Charakteristisch für diese Konzeption sei, daß der Bedarf für die fachliche Weiterbildung und das Führungstraining ausgehend von den Unternehmenszielen ermittelt werde. Der Bedarf ergebe sich aus der Differenz zwischen den Anforderungen an diese Qualifizierung und dem bestehenden Qualifikationsstand und werde nach Angaben der Analysten schrittweise erhoben: Zunächst stellt man die Ziele des Geschäftsbereichs in einem Gespräch mit dem Abteilungsleiter fest. Daraus resultieren Aussagen über Veränderungen der Marktsituation, der Fertigung, der Techniken und Produkte. In einem nachfolgenden Schritt würden die gegenwärtigen und zukunftsorientierten Anforderungen an die Arbeitsplätze ermittelt, Aus diesen Ergebnissen könnten Themenschwerpunkte der Weiterbildung abgeleitet werden. Ein dritter Schritt gelte der Erfassung des bereits bestehenden Qualifikationsstandes der Mitarbeiter.

Dafür seien Informationen über formale Qualifikationen, Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen, Stellenbezeichnung und Alter wichtig. Die so erhaltenen Informationen würden danach zum Bedarf an problemorientierter Personalqualifizierung zusammengefaßt. Diese Verzahnung von Unternehmens- und Bildungsplanung ermögliche es, das Personal auf die veränderten Anforderungen, Arbeitsabläufe und -bedingungen vorzubereiten. Insgesamt wird die Planung der beruflichen Weiterbildung, so die Befragung der Universität Paderborn, tendenziell systematischer, gezielter, strategisch Iangfristiger und kooperativer durchgeführt: Hält der Trend an können die Unternehmen den Qualifikationsbedarf künftig klarer als bisher angeben.

Den kürzlich festgelegten ANSI-Standard "Computer Graphics Metafile" (CGM) unterstützt Computer Associates (CA), Weiterstadt, mit einer Reihe von Grafikprodukten. Im einzelnen entsprechen der neuen Norm: das Tool-Set "CA-Disspla", das Grafikprogramm "CA-Tellagraf", das grafische Kernsystem "CA-GKS" sowie der Grafik-Editor "Superimage". Die CGM-Dateien sollen produktunabhängig erzeugt und gespeichert werden können.