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17.08.2001 - 

Regeln für Design und Implementierung

Das Scheitern von Softwareprojekten vermeiden

MÜNCHEN (CW) - Der Autor konzentriert sich auf die Entwicklungsphasen Design und Implementierung. Was Ersteres betrifft, kommen Objektorientierung, UML oder auch Benutzer-Schnittstellen zur Sprache. Der Abschnitt zur Implementierung erläutert Datenstrukturen und Programmierstile anhand von Beispielen in C.

Der Autor wendet sich mit seinem Buch explizit an Praktiker, also Programmierer und Softwareingenieure, aber auch an deren Manager und an Fachleute für Test, Verifikation und Validation. Die Phasen Design und Implementierung sind nach seiner Einschätzung die arbeits- und kostenintensivsten in einem Projekt. Das Risiko, dass ein solches scheitert, steigt mit der Anzahl seiner Codezeilen kontinuierlich an. Im Schnitt setzen 62 Prozent aller Unternehmen innerhalb von fünf Jahren ein Projekt in den Sand.

Gute Gründe für Unternehmen und Programmierer, sich die Architektur, den Feinentwurf und die Codierung eines Projekts genauer zu überlegen, als dies bisher oft geschieht. Der Autor stellt fest, dass viel zu viel entwickelt wird, statt aus verfügbaren Komponenten eine Lösung zusammenzustellen.

Folgende Kriterien für ein gutes Design zählt Thaller auf: Verständlichkeit, geringe Komplexität, leichte Wartungsmöglichkeit, minimale Zahl von Verbindungen, Erweiterbarkeit und Wiederverwendbarkeit, Übertragbarkeit, Schlankheit sowie Einfachheit des Entwurfs. Verschiedene Designmethoden werden vorgestellt: die Meta-Methode, Objektorientierung, Structured Analysis, Unified Modeling Language und Joint Application Design.

In der Implementierungsphase gilt es dann, den Entwurf umzusetzen. Thaller erläutert verschiedene Daten- und Kontrollstrukturen sowie deren Verbindungen. Hier rät der Autor zu defensiver Programmierung, zu einem Stil, der mögliche Fehler vorwegnimmt und in der Lösung berücksichtigt.

Georg Erwin Thaller: Design und Implementierung. Kerntätigkeiten der Softwareentwicklung. Berlin: Verlag Technik 2000. 256 Seiten, 78 Mark.